In der Krise liegt die Kraft: So drehst du in der Isolation nicht durch

6 Strategien, wie du die aktuelle Situation nutzen kannst.

Frau mit Mund-Nasen-Maske

Corona hat nicht nur Österreich fest im Griff. Ganz Europa riegelt sich ab, viele Länder sind im absoluten Ausnahmezustand. Das hat auch Einfluss auf den Alltag der Wiener*innen und Österreicher*innen. Viele fühlen sich überfordert und wissen nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Nicht zuletzt ist immer noch unklar, wie lange die Selbstisolation und die Angst vor einer Ansteckung andauern wird. Deshalb haben wir sechs Tipps für dich, wie du trotz allem das Beste aus der aktuellen Situation machen kannst.

1. Therapie per Videochat

Nicht wenige Frauen leiden aufgrund der angespannten Situation unter psychischen Problemen. Patient*innen mit Depressionen leiden häufiger unter Schüben und auch scheinbar gesunde Menschen erleben depressive Episoden aufgrund der Isolation. Die psychosozialen Zentren, kurz PSZ, bieten deshalb derzeit eine Onlineberatung für Menschen mit akuten psychischen Problemen an. Zudem ermöglichen es immer mehr Therapeutinnen und Therapeuten, sich telefonisch oder per Videochat beraten zu lassen. So kannst du mit geschultem Fachpersonal über deine Ängste und Sorgen sprechen und schauen, wie dir geholfen werden kann. Nicht nur alleinlebende Frauen leiden sehr unter der Isolation. Eine Gesprächstherapie kann hier Wunder bewirken und dafür sorgen, dass es dir langfristig besser geht.

2. Die Finanzen im Auge behalten

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mussten aufgrund der Corona-Krise ins Home-Office wechseln. Doch nicht in allen Branchen ist das möglich. Viele Betriebe mussten aufgrund der strengen Regelungen schließen, nicht wenige haben die Arbeitszeiten gekürzt oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Arbeitslosigkeit, und mag sie nur vorübergehend sein, ist ein großes Problem und kann die angesprochenen psychischen Probleme noch verstärken. Umso wichtiger ist es, die eigene finanzielle Situation im Blick zu behalten. Du musst schließlich nach wie vor die Miete zahlen und Lebensmittel kaufen können. Dafür kann es sinnvoll sein, Ausgaben und Einnahmen gegenüberzustellen und zu planen, wie lange die Rücklagen ausreichen. Zudem solltest du dich bei deiner Bank erkundigen, wie hoch die Zinsen sind, solltest du dein Konto mal überziehen.

Tipp: Manchmal ist es günstiger, statt des Dispos einen Blitzkredit zu beantragen. Dieser wird schnell ausgezahlt und hilft dir, die finanziellen Engpässe zu überbrücken. Die Aufnahme eines Blitzkredits geht dabei besonders schnell. Oft ist das Geld schon binnen 24 Stunden auf deinem Konto. So kannst du dich weiter um die wichtigen Dinge im Leben kümmern – wie das Händewaschen.

Frau von hinten bei einem Spaziergang im Wald

3. Routinen entwickeln

Um daheim in der Isolation nicht komplett zu verwahrlosen, können dir neue Routinen helfen. Bisher bist du immer ins Büro gegangen, doch jetzt arbeitest du im Home-Office? Prima, dann gestalte die Zeit bei der Arbeit wie sonst auf der Arbeit. Routinen helfen dabei, dem Lagerkoller vorzubeugen und ein Gefühl für die Zeit zu behalten. Hier hast du viele Möglichkeiten, die du ganz auf deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zuschneiden kannst. Die Dusche am Morgen macht dich wach? Perfekt, dann gehört sie ab jetzt fest in deinen Morgen. Ohne Kaffee geht bei dir gar nichts? Dann ist der erste Weg nach dem Aufstehen der zur Kaffeemaschine. Besonders hilfreich ist es für viele Menschen, einen festen Arbeitsplatz in ihrer Wohnung einzurichten. Dieser ist nur für die Arbeit da – und sobald du Feierabend hast, verlässt du ihn. Natürlich kannst du auch Routinen entwickeln, wenn du derzeit nicht arbeitest. Beginne deinen Morgen zum Beispiel mit Sport oder Yoga bei dir zu Hause. Auch ein Spaziergang durch dein Viertel ist nach wie vor erlaubt. Hier kannst du Vitamin D tanken und dir die frische Frühlingsluft um die Nase wehen lassen. Umso entspannter bist du.

4. Den Handykonsum einschränken

Ein wichtiger Tipp, um nicht durchzudrehen ist, weniger zu konsumieren. Das betrifft vor allem Nachrichten in den sozialen Medien. Dort werden schnell Horrormeldungen aus aller Welt gepostet, die Ängste schüren und verstärken können. Lass dich nicht von Schreckensmeldungen beunruhigen und vertrau ausschließlich auf seriöse Quellen. Das Sozialministerium stellt beispielsweise regelmäßig alle wichtigen Informationen zusammen. Um an freien Tagen in der Isolation nicht unnötig viel Zeit auf Twitter, Instagram und Co. zu verbringen, kannst du an deinem Handy einstellen, dass sich nach einiger Nutzungszeit automatisch eine Sperre einschaltet.

Tipp: Statt unsinnig in den sozialen Medien zu scrollen, kannst du die Zeit lieber mit Videochats mit Freundinnen und Familie verbringen! Ob Skype, Zoom, WhatsApp oder Facetime, irgendeine Möglichkeit findet sich immer. So hältst du den Kontakt zu deinen Lieben und fühlst dich weniger einsam!

auf einem Tisch sind Buntstifte und Malereizubehör zu sehen

5. Neue Pläne schmieden

Bei manchen Menschen sorgt die Isolation für einen sprunghaften Anstieg der Kreativität. Ob Autorinnen, Künstlerinnen, Musikerinnen oder Designerinnen: Es gibt zahlreiche Frauen, die gerade jetzt besonders produktiv sind. Wenn du zu diesen Menschen gehörst, solltest du dir diese Phase definitiv zunutze machen! Plane, kreiere, designe, was das Zeug hält. So kannst du in der Krise produktiv sein und die Tage tatsächlich sinnvoll nutzen. Es fühlt sich gut an, etwas zu schaffen und Pläne für die Zeit nach der Pandemie zu machen. Wenn du nicht kreativ bist, aber trotzdem etwas tun möchtest, kannst du außerdem etwas in deiner Wohnung schaffen. Wie wäre es damit, den Balkon frühlingsfit zu machen? Oder du sortierst deinen Kleiderschrank aus? Jetzt ist die Zeit für Dinge, die sonst immer viel zu kurz kommen.

6. Unproduktiv sein

Nicht jede ist in der aktuellen Krisenzeit besonders produktiv. Und nein, das ist nicht schlimm. Es ist okay, unkonzentriert und unproduktiv zu sein. Wir befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation. Vor allem die jüngere Generation hat eine derartige Situation noch nie erlebt. Niemand weiß, wie lange die Krise andauern wird und wie viele Menschenleben das Virus fordern wird. Umso wichtiger ist es, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Wer es schafft, nicht verrückt zu werden, hat in der aktuellen Situation schon gewonnen. Selbst, wenn das heißt, dass du den ganzen Tag gar nichts tust.

 

Aktuell