Der kleine Penis antiker Statuen hat einen Grund

Die Kunsthistorikerin Ellen Oredsson liefert Antworten auf eine Frage, die wir uns schon lange gestellt haben: warum haben antike Statuen so kleine Penisse?

Wir haben uns alle schon oft darüber gewundert, warum im antiken Griechenland offenbar kleine Penisse bevorzugt wurden - wenn man sich die antiken Statuen ansieht.

Auch die amerikanische Kunsthistorikerin Ellen Oredsson hat sich diese Frage gestellt und ist ihr auf ihrem Blog «How to Talk About Art History» detailliert nachgegangen. Laut der Expertin gibt es zwei gleichwertige Erklärungen: Einerseits sind die in Marmor gemeisselten Penisse schlaff, was sie kleiner wirken lässt. Andererseits "deutet alles daraufhin, dass kleine Penisse früher besser angesehen waren als große".

Ein kleiner Penis signalisierte rationales Denken

Aber warum ist das so? Der britische Historiker Kenneth Dover hat da eine Theorie: große Penisse wurden damals als hässlich empfunden, weil sie Dummheit und Wolllust repräsentierten. Als Beispiel für diese These nennt Ellen Oredsson den griechischen Fruchtbarkeitsgott Priapus, der auf Statuen stets mit einem riesigen Gemächt dargestellt wurde und deshalb von den anderen – weniger gut bestückten – Göttern vom Olymp geworfen wurde.

Der Umkehrschluss: einen kleinen Penis zu haben, bedeutete einen kühlen Kopf zu bewahren und logisch zu denken. Der ideale griechische Mann war schließlich rational, intellektuell und respekteinflößend. Zumindest an diesen Stereotypen hat sich bis heute nichts verändert.

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