Der gehört nicht zu mir!

Schauplatz Hollywood: Wenn Familienmitglieder mit Pornofilmen, Panzerknackereien und anderen Peinlichkeiten ins Rampenlicht drängen, sehen Promis (scham-)rot ...

Wer Verwandte hat, braucht keine Feinde mehr. Vor allem nicht am Schauplatz Hollywood. Immer wieder drängen schrecklich nette Familienmitglieder mit Pornofilmen, Panzerknackereien und anderen Peinlichkeiten ins Rampenlicht. Und die Promis sehen (scham-)rot ...

Text Johanna Jenner Fotos Getty Images, Photo Press Service, www.viennareport.at

Das Monster – so heißt ein einminütiges Video, das bei YouTube kursiert. Und das zeigt nicht etwa eine von Frankensteins Kreationen oder ein ­Gruselwesen aus der Fantasiewelt, sondern eine Frau namens ­Jackie. Und die hat durchaus „Huch!“ -Potenzial: Schlauchbootlippen, zenti­meterdickes Geisterbahn-Make-up, verschnippelte Gesichtszüge. Während Jackie bevorzugt Rot als Haar- und Lippenfarbe trägt, trägt Sohnemann Sylvester Stallone Schamröte im Gesicht.

Das liegt nicht nur an Mutters eigenwilliger Optik. Sondern vor allem an ihrem Beruf. Mama Stallone ist Hellseherin. Und hat sich darauf spezialisiert, die Zukunft nicht aus Kristallkugeln, sondern am liebsten von den Hintern der Klienten abzulesen. Wenn alles im A… ist, befragt sie genau diesen. Und um Werbung für ihre Geschäfte zu machen, zog Jackie im Jahr 2005 sogar in den britischen Promi- Big Brother-Container ein. Ihre Mitbewohnerin dort? Ausgerechnet Ex-Schwiegertochter Brigitte Nielsen. Ein Hassobjekt für die 87-Jährige. Zwei Jahre dauerte die Ehe ihres Sohnes mit der ­dänischen Skandalnudel und Mama Stallone war immer eins: dagegen. „Oh Gott, Jackie!“, flüsterte Nielsen, als die Ex-­Verwandtschaft überraschend in den Fernsehzoo trat. Aber entweder war’s ­Altersmilde oder ins Skript geschrieben, jedenfalls: Die beiden Damen besprachen plötzlich freundschaftlich heikle Rambazamba-Details aus dem Eheleben mit dem Ex-Rambo. Wörter wie „Mamaburli“ und „Softie“ fielen. Das haut sogar die stärksten Männer um.

Auch Angelina Jolie, medial zu Superwoman (v)erklärt, hat ihr persönliches Kryptonit zu tragen. Nur einer lässt die Frau, die sonst den Kopf stolz hoch trägt, beschämt gen Boden schauen. Ihr Erzeuger John Voight. Der, ebenfalls Schauspieler, mimt meistens Bösewichte. Eine Rolle, die er auch in der ­Familie beherzt weiterspielt. Als Angelina berühmt wird und sich als Kulturgut mit deutschen und slowakischen Vorfahren väterlicherseits sowie franko­kanadischen und irokesischen Vorfahren mütterlicherseits verkaufte, klärt der Herr Papa in einem Interview auf: Die irokesische Abstammung sei von seiner Ex-Frau nur erfunden, um Angelina ein exotischeres Image zu verleihen.

Doch das ist erst der erste Streich im Vater-Tochter-Kampf. Die Lara Croft-Heldin kontert im Juli 2002 mit einem Antrag zur Namensänderung. „Voight“ raus, Jolie als Nachnamen rein in den Pass. Nächste Runde: Der fürsorgliche Vater sagt im US-Fernsehen, seine Tochter habe „ernste psychische Probleme“. Jolie holt aus und bricht medienwirksam den Kontakt ab. „Eine Familie muss man sich verdienen“, wettert sie. Und geht auf Sendepause. Vorerst letzte Peinlichkeit: Als John Voight Großvater und von der Presse gebeten wird, Stellung zum Brangelina Nachwuchs Shiloh zu nehmen, beschwert er sich „das Enkelkind Shakira“ nicht sehen zu dürfen.

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Kimberly Stewart, Toby Maguire, Jennifer Aniston: Wie ihre familiären Schwachstellen aussehen, lesen Sie in der April-WIENERIN.

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Augen zu und durch, denkt Angelina Jolie bei ihrem Vater Jon Voight. Denn die verbalen Entgleisungen ihres Erzeugers kennt und hasst sie.

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