Der Friseur, dem die Frauen vertrauen

Gibt es Frisuren, die Sie nicht so gerne schneiden, z.B. einen 80er Fokuhila?
Franck Provost: Nein, ich mache alles gleich gern. Außerdem zählt ja der Wunsch des Kunden, und nicht der Spaß, den der Friseur dabei hat. Wobei wenn Sie mich schon so fragen... eine komplette Stilveränderung ist schon aufregender, als nur Spitzen nachzuschneiden.

Was war das Verrückteste, was Ihnen je passiert ist?
Franck Provost: Puh, da gibt’s viel. Ein wirklich tolles Erlebnis war, als Sharon Stone mich vor Jahren zum ersten Mal gebeten hat, sie zu frisieren. Jeder Mann der Welt hätte wohl einiges getan, um an meiner Stelle zu sein (lacht).

Sie haben schon fast alles erreicht, was ein Friseur erreichen kann. Haben Sie trotzdem noch Ziele?
Franck Provost: Ja sicher, ich würde zum Beispiel gerne noch ein paar andere tolle Promis frisieren. z.B. Angelina Jolie. Ich habe sie noch nie persönlich getroffen, finde sie aber hinreißend. Ach ja, toll war auch Romy Schneider. In meinen Anfängen kam sie oft in meinen Salon. Sie war sehr professionell, aber ohne jegliche Allüren. Oft hatte sie noch spät Abends einen Termin und danach hat sie uns alle zum Essen eingeladen. Sie war auch immer wieder mit ihren Kindern da. Ihre Tochter Sarah Biasini kommt heute noch zu uns.

Verraten Sie uns noch die Trends für die nächste Saison?
Franck Provost: Es hat sich tatsächlich eine neue Tendenz abgezeichnet: es wird wieder alles weiblicher und femininer. Weg vom unfrisierten Grunge-Look hin zu schön gelegten, beweglichen Haaren. Sie können es das Comeback des Glamour nennen. Auch bei den Haarfarben verändert sich einiges: Sie werden in Zukunft nicht mehr so einheitlich sein. Hier geht der Trend in Richtung Nuancenreichtum und mehrfarbige Strähnen.

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