Der brennende Regenwald und 9 weitere Folgen der Klimakatastrophe

Der Regenwald brennt. Es sind die schwersten Waldbrände seit Jahren, große Teile des südlichen Amazonasbeckens stehen in Flammen. Es ist nicht der einzige Klima-Krisenherd auf unserem Planeten.

Der brennende Regenwald und andere Auswirkungen der Klimakatastrophe

Klimakatastrophe. Klimakrise. Klimanotfall. Die britische Tageszeitung "The Guardian" schreibt seit Mai diesen Jahres nicht mehr vom Klimawandel oder globaler Erwärmung, sondern greift zu drastischeren Wortkreationen, die die Situation des Planeten besser beschreiben können. Denn die Gefährdung ist real. Das zeigt sich aktuell nicht nur in den Waldbränden im Amazonas, wo in den letzen Tagen hunderte Quadratkilometer Regenwald in Brasilien, Paraguay und Bolivien den Flammen zum Opfer gefallen sind. Und das ist nicht alles: Weltweit häufen sich die ökologischen Krisenherde - wie ein französischer Lehrer in einem schockierenden Tweet zusammengefasst hat.

"Der Planet, auf dem wir glauben zu leben, existiert nicht mehr", schreibt der Aktivist auf der Plattform Ecologocial Emergency. Das französische Projekt sammelt Beiträge zum Klimawandel, in denen LehrerInnen und engagierte Personen wissenschaftliche Hintergründe erklären und zum kritischen Nachdenken über mögliche Lösungen der Katastrophe anregen.

#PrayforAmazonas und #ActforAmazonas

Dass nun "die grüne Lunge" der Erde brennt, lässt die Menschen zumindest alles andere als kalt. Unter den Hashtags #prayforamazonas und #prayforamazonia sammeln sich unzählige entsetzte Beiträge in sozialen Medien, die auf die Auswirkungen der verheerenden Brände aufmerksam machen und den Umgang von Politik und Medien mit den Feuern scharf kritisieren.

Zu dem Hashtag gesellt sich rasch das kritische #StopPrayingStartActing - also der Aufruf, mit dem "Beten" aufzuhören und endlich zu handeln. Er kam bereits in der Vergangenheit als Antwort auf ähnliche Hashtag-Kampagnen mit dem Präfix #PrayFor zur Anwendung. Für den konkreten Fall im Amazonas hat sich ein weiterer kritischer Hashtag mit der selben Botschaft etabliert: Auch #ActforAmazonas stellt das nötige Handeln in den Vordergrund.

Die ExpertInnen von Ecological Emergency haben jedenfalls einen ähnlichen Ansatz. Für sie ist klar: Verantwortlich für die aktuellen Entwicklungen ist der "zerstörerische Wahnsinn des Konzernkapitalismus." Ohne eine Veränderung des Systems, in dem wir leben, werde die Krise nicht aufzuhalten sein.

 

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