Der Babyc(c)ino

Manchmal schwappen die heißesten Trends doch nicht soooo schnell über den großen Teich wie wir es gerne hätten: Oder gibt es etwa irgendwo in der berühmten, alten "Kaffeehausstadt Wien" ein Tässchen Babyc(c)ino?

Wie kann man begeisterte Kaffeegenießer oder gestresste Mütter und Väter davon überzeugen, im Kaffeehaus noch für ein zweites Tässchen zu verweilen? Ganz einfach: Das Zauberwörtchen heißt Kinderfreundlichkeit.

Im australischen Sydney trinken die ganz kleinen Kaffeehausbesucher ihn schon seit über 10 Jahren, den Babyc(c)ino: Eine Tasse extra hübsch geschäumter, aber lauwarmer Milch mit Kakao obendrauf. Schlaue Kaffeehausbetreiber verschenken ihn, andere verlangen für 60 Milliliter Milch und 30 Sekunden Arbeitszeit eines geschulten Barrista zwischen 1 und 2 Australische Dollar (zwischen 77 Cent und € 1,54).

Immer noch sehr wenig Geld für sehr viel Kinderglück. Auch in Neuseeland und den USA ist man längst auf den guten Geschmack gekommen. Nur heißen die Milchtässchen dort Fluffy und Steamer. Bei Starbucks - beispielsweise - gibt es Steamer mit zuckerfreiem (!)Vanillesirup oder in anderen Geschmacksrichtungen.

In Österreich hat der Triumphzug des Babyc(c)ino noch nicht wirklich stattgefunden (zumindest noch nicht bei Starbucks). Vor Ort beweisen sich lediglich McDonald's-Ableger McCafés als Vorreiter in Sachen Babyc(c)ino. Aber das ist leider noch nicht allgemein bekannt. Als der zweieinhalb-jährige Ryû, Neffe unserer Familien-Redakteurin Catherine, im Land seiner Vorfahren ein Kaffeehaus besuchen wollte, wartete er vergeblich auf seinen Babyc(c)ino.

Aber auch für dieses Problem gab es eine kinderleichte, gastronomische Lösung: Wer von den Eltern die Zubereitung des Schlürfgetränks freundlich erklärt bekommen hatte, war sofort bereit, einen Babyc(c)ino zu improvisiern.

Aus Melbourne, Ryûs Geburtststadt, erreichten uns heute diese entzückenden Bilder eines rundum zufriednen Kleinkinds. Die wollten wir natürlich niemandem vorenthalten und hoffen, dass sich bald auch in Wien mehrere kluge GastronomInnen finden, der seinen Kunden bald den koffeinfreien „Kinderkaffee" serviert.

Mehr oder weniger die selbe Bezeichnung für eine kindergerecht temperierte Tasse geschäumter Milch.
Lokale Variationen:
Mit Schokoflocken/Kakao (Australien) oder mit Schokofischen oder Marshmallows (Neuseeland) garniert oder mit Vanillesirup (USA) versüßt.

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