Depressive Frauen werden seltener schwanger

Eine neue Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Depressionen und Fruchtbarkeit.

Eine Studie der Universität Boston, die im American Journal of Obstetrics and Gynecology veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass Depressionen bei Frauen die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sie schwanger werden.

Das ForscherInnenteam begleitete über 2100 Frauen zwischen 21 und 45 Jahren, die mit ihren Partnern über längere Zeit hinweg versuchten, ein Kind zu bekommen. Während eines Jahres befragten die ForscherInnen die Probandinnen regelmässig zu ihrem psychischen Befinden und wollten wissen, ob es in der Zwischenzeit mit dem Kinderkriegen geklappt hatte.

Der Körper befindet sich im Stressmodus


Für moderat bis stark depressive Frauen war es tatsächlich schwieriger, Kinder zu zeugen. 38 Prozent von ihnen wurden während der Studie schwanger – hingegen schafften es 63 Prozent der psychisch Gesunden.

Dafür fanden die ForscherInnen mehrere mögliche Erklärungen. So etwa beeinflusst eine Depression die Regulation des Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Systems, was den Menstruatonszyklus und die Möglichkeit, schwanger zu werden, verringern kann.

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