Depression und Liebe

Depression ist nicht gleich „traurig sein“.

Es ist vor allem ein Ausdruck für „ Ich kann nicht mehr“. Und dieses „Ich kann nicht mehr“ trifft leider auch schnell auf das Umfeld zu. Angehörige sind müde, wütend und verletzt, gegen etwas anzukämpfen, was so wenig greifbar scheint.

Sie haben oft das Gefühl, auf dünnem Eis zu gehen – um den Kranken nicht noch tiefer in die Depression hineinzureiten.

Umso wichtiger, dass sie selbst Kraft schöpfen, sich in Selbsthilfegruppen austauschen und eigene Freiräume schaffen. Denn: Angehörige sind ungemein wichtig im Gesundungsprozess. Manchmal bringen sie einen depressiven Menschen sogar dazu, sich seiner Diagnose überhaupt zu stellen. Deshalb dreht sich im WIENERIN-Dossier alles um jene, die depressiven Menschen ein Leuchtturm sind in dunklen Zeiten. Betroffene erzählen, wie es ist, mit einem nahen Menschen und seiner Erkrankung zu leben. Psychiater und Psychologen geben Tipps für den Alltag. Dazu liefern wir Buchtipps und jede Menge Adressen. Denn eins steht fest: Depressionen sind gut behandelbar, sie sind kein Schicksal.

Aktuell