Denk' an Sport!

Musik motiviert, macht Laune und spornt uns zu absoluten Höchstleistungen an. Die Wirkung auf die sportliche Leistung ist wissenschaftlich begelgt, weshalb Musik auch seit 2007 beim New Yorker Marathon verboten ist. Was bewirken die Lieder wirklich und inwieweit betrifft uns das?

Leistungssteigerung beginnt im Kopf! Diese Erkenntnis wurde bereits vor fast zehn Jahen von einer Forschergruppe des Learner Research Institute in Cleveland gewonnen.

Mittlerweile lässt sich sagen, dass die reine Vorstellungskraft bereits positive Effekte auf den Muskelaufbau hat. Dies kann man auch vor allem bei Sportarten wie Skispringen sehen, wo sehr komplexe Bewegungsabläufe öfter im Kopf als tatsächlich auf der Schanze trainiert und durchgeführt werden.

Das bedeutet aber nicht, dass Mentaltraining das köperliche Training ersetzen kann, aber man kann damit immerhin fast die Hälfte des Trainingseffekts erzielen.


I Got Rhythm!

Wo findet das nun alles statt? Im Gehirnareal, dem so genannten Motorkortex erfolgt die Vorbereitung auf Bewegungen. Hier wird auch entschieden, wann und wie eine Bewegung gesetzt und durchgeführt wird.

Dies bedeutet aber auch, dass bei vielen Sportarten nicht Kraft oder Schnelligkeit, sondern das richtige Timing bei der Ausführung von Bewegungen das A und O ist.

Für den gut bekannten und beliebten Laufsport würde dies in der Praxis bedeuten, dass man nicht darauf achten sollte, besonders schnell von einen Fuß vor den anderen zu setzen, oder das Bein sehr kräftig abzustoßen, sondern einen Rhythmus zu finden.

Außerdem wirkt sich die Musik auch direkt auf den Sauerstoffwechsel aus. Bei synchron zur eigenen Bewegung eingesetzter Musik, verbraucht der Körper bis zu 7 Prozent weniger Sauerstoff für die gleiche Leistung. Somit verbraucht man weniger Energie und hat mehr Power für weitere Strecken.

Die richtigen Beats für das Work-Out

Neben dem Takt, hat aber auch der Text Einfluss auf die Leistung! Studien belegten, dass etwa der Song "Push it" von Salt-n-Pepa gerne und oft von US-Leichtathletiktrainern eingesetzt wird. Der Text hilft nämlich dabei, die korrekte Technik beim Kugelstoßen zu erlernen, denn der Sportler soll ja, wie im Text zu hören ist, stoßen und nicht werfen!

Jede Sportart erfordert aber ihre eigene Musik. Das bedeutet, dass Laufen etwa sehr auf Rhythmus, also rhythmische Musik bedacht ist, während motivierende Musik beim Kraft- oder Zirkeltraining die letzten Kraftreserven aktiviert.

Wie wirkungsvoll Musik sein kann, zeigte auch die Entscheidung der Organisatoren des New Yorker Marathons im Jahr 2007. Damals wurde beschlossen, den Gebrauch von MP3 Playern während des Laufes zu untersagen.
Sportpsychologen behaupten sogar, dass Musik eine legale Droge für Athleten sei, was sich durch Sporttests bestätigen ließ.
Am Laufband etwa wurde im Rahmen von Tests gezeigt, dass die Musik die Laufleistung um bis zu 15 % verbessern kann.

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