Dellen, Falten und Röllchen: Influencerin Danae Mercer zeigt, wie Körper eben ausschauen

"Instagram vs. Reality" könnte man schlicht zu dem sagen, was Danae Mercer auf der Social Media Plattform macht. Dahinter steckt aber eine viel größere Message über Body Positivity, falsche Idealen und den schwierigen Weg zur Selbstliebe.

https://www.instagram.com/danaemercer/

Was Instagram seinen User*innen tagtäglich in den Feed spült, ist selten "echt". Da wird solange retuschiert, posiert und ins rechte Licht gerückt, bis der Körper so ausschaut, wie es gesellschaftliche Schönheitsideale wollen - und man vor dem Display hockt und sich fragt, warum man selbst so weit von dieser Perfektion entfernt ist.

Und das schlägt aufs Gemüt: 2018 fanden Wissenschaftlerinnen der York Universität heraus, dass sich junge Frauen schlechter in ihren Körpern fühlen, nachdem sie Fotos von als attraktiver empfundenen Frauen in sozialen Medien gesehen hatten. Und auch das Gegenteil wirkt tief, wie eine australische Studie 2019 herausfand: Schon eine kurze Auseinandersetzung mit bodypositiven Inhalten verbessert sowohl das eigene Körperbild als auch die Laune. Mehr als genug Gründe, um Menschen wie Danae Mercer auf Instagram zu folgen.

"Körper verändern sich. Messt etwas Vergänglichem nicht so viel Wert bei"

Die Journalistin und Influencerin propagiert mehr "Echtheit" auf Instagram. Sie lichtet ihre Cellulite ab, zeigt sich in "unvorteilhaften" Posen und enthüllt, was für einen Unterschied eine sorgsam choreografierte Pose und das richtige Licht auf Fotos machen kann. In den Captions erklärt sie Schritt für Schritt, wie einzelne Effekte entstehen und wie einfach sich "unliebsame" Stellen vertuschen lassen. Dann steht das vermeintlich perfekte Foto neben der ungeschönten und ebenso liebenswerten Realität. Und das empowert, denn die Devise lautet: Schönheit ist, sich selbst und den eigenen Körper so zu lieben, wie er eben ist.

"Nur, weil du deinen Körper veränderst, veränderst du damit nicht deine Körperwahrnehmung."

Mercer war besessen davon, dünn zu sein. Sie ließ Mahlzeiten und Momente aus, überzeugt davon, sich gut zu fühlen, wenn die Zahl auf der Waage nur die richtige wäre. Jetzt sei sie schwerer, älter und habe sich noch nie selbstbewusster in ihrem Körper und sich selbst gefühlt. "Ich sehe meine Cellulite und ich schäme mich nicht. Ich sehe meine Gliedmaßen in jedem Licht und ich liebe sie dafür, was sie für mich tun. Und ich sehe mein Herz, ungeschickt und durchs Leben stolpernd, und ich lasse es zu. Ich lasse es existieren, ohne es zu verurteilen."

Mehr als 1 Million Menschen erreicht Mercer inzwischen mit ihren empowernden Instagram-Postings und versichert immer und immer wieder: Dehnungsstreifen, Cellulite und ein aufgeblähter Bauch sind vollkommen normal und nichts, wofür man sich schämen muss.

 

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