Deine Freund*innen nehmen Corona nicht ernst? 5 Tipps, wie du mit ihnen reden kannst

Die strengen Ausgangsbeschränkungen sind aufgehoben und deine Freund*innen tun so, als wäre Corona überstanden? So sprichst du deine Bedenken an (ohne wie ein Moralapostel rüberzukommen).

Schutzmaske

Herrlich! Endlich wieder gemeinsam im Schanigarten sitzen und Spritzer trinken – die strikten Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus haben unser aller Leben ja lang genug eingeschränkt. Jetzt endlich wieder rausgehen und unter Menschen sein zu können, ist wahrlich eine Wohltat. An einem Treffen mit Freund*innen in eurem Lieblingslokal ist natürlich gar nix auszusetzen – du hast allerdings das Gefühl, einige deiner Freund*innen oder Verwandten nehmen die Situation nun ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter und verhalten sich, als wäre jegliche Gefahr gebannt?

Wir verraten dir, wie du deine Bedenken äußerst und deinen Freund*innen dabei hilfst, zu verstehen, dass alle Vorsicht von jetzt auf gleich über Bord zu werfen, womöglich nicht unbedingt die beste Idee ist.

1. Warte auf den richtigen Zeitpunkt

Damit die Message auch ankommt, warte auf den geeigneten Moment, um das Thema anzusprechen. Idealerweise seid ihr dabei nur zu zweit oder in einer kleineren Gruppe und in der richtigen Verfassung, um über deine Bedenken zu reden (also vielleicht nicht nach dem vierten Spritzer).

2. Frag den*die andere*n, wie es ihm*r geht

Anstatt direkt mit der Tür ins Haus zu fallen, frag die andere Person doch einfach mal, wie es ihr geht und wie die letzten Wochen so für sie waren. Mit ehrlichem Interesse und Offenheit an die ganze Sache ranzugehen, macht aus dem Gespräch einen tatsächlichen Austausch anstatt eines Vortrags und hilft dir auch den*die andere besser zu verstehen, erklärt Psychologin Miriam Kirmayer gegenüber theeverygirl.com.

3. Frage, wie du der anderen Person helfen kannst

Vielleicht waren die letzten Wochen für dein Gegenüber besonders schwer und Einsamkeit, finanzielle Probleme oder andere Sorgen haben sie*ihn sehr belastet – da ist es kein Wunder, wenn er*sie erst mal wieder ein Stück Normalität und Kontrolle zurückhaben will. Versuche, herauszufinden, was dein*e Freund*in gerade braucht und zeige Verständnis für seine*ihre Bedürfnisse. Bitte sie gleichzeitig, zu verstehen, dass du die Situation ernst nimmst und erkläre, warum du es für sinnvoll hältst, sich an die empfohlenen Maßnahmen (etwa ans Tragen von Masken) zu halten.

4. Mache keine Moralpredigt draus

"Was wir vermeiden wollen, ist eine lange Liste an Dingen, die dein*e Freund*in falsch macht und was das über sie*ihn als Person aussagt“, so Kirmayer. Stattdessen empfiehlt die Psychologin, deutlich zu machen, warum du es wichtig findest, auch jetzt noch vorsichtig zu sein, dabei aber durchaus auch ein Beispiel für konkretes Verhalten der anderen Person zu nennen, das du bedenklich findest (dabei aber natürlich auch erklären, warum).

5. Setze Grenzen

Wenn du bei deinem Gespräch nur auf Unverständnis stößt, rät Kirmayer, klare Grenzen zu setzen – etwa, indem du der anderen Person erklärst, dass du dich momentan unwohl dabei fühlst, dich mit ihr zu treffen. Mache der anderen Person aber klar, dass es sich dabei nur um etwas Vorübergehendes handelt.

 

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