DeepWork im Test

Es jongliert mit dem Prinzip von Yin und Yang, heizt aber trotzdem ordentlich ein. Das neue In-Training heißt DeepWork und erobert momentan die österreichische Fitnesscenterszene. Zu schnellen Beats werden Bewegungen aus dem Yoga mit Elementen von Aerobic kombiniert. Wir haben es undercover getestet.

„Ich will euren Schweiß auf den Boden tropfen sehen", eröffnet uns Trainer Chris gleich zu Beginn der Stunde. Na das hört sich ja vielversprechend an. Wenn ich an Yin und Yang denke, kommen mir eher entspannendes Geklimper und langsame Bewegungen in den Sinn. Doch damit hat DeepWork so rein gar nichts gemeinsam.

Elemente-Training

Schon die ersten Musiktakte zeigen, dass es bei dem Ganzkörpertraining heiß her geht. Und das obwohl wir uns im ersten Drittel der Stunde in den Elementen Erde und Holz befinden. In einem zügigen, aber durchaus machbareren Tempo wärmen wir uns auf. Immer wieder erkenne ich Elemente aus dem Yoga, wie einige Passagen, die dem Sonnengruß ähneln oder ähnliche Positionen zum Hund oder dem Krieger.

Ein ständiges Anspannen der Muskeln wechselt sich mit einem Entspannen. Der Trainer sagt, wann ein- und ausgeatmet wird und schaltet sogar einige Male die Musik ab, um zu kontrollieren, ob wir alle brav mitatmen.

DeepWork wurde vom Deutschen Robert Steinbacherkonzipiert, der Yin und Yang auf seine - recht schnelle - Art in Einklang gebracht hatte. Um in Europa Erfolg zu haben, musste sein Training erst nach Amerika wandern und dort ein Hit werden. Seither hält es auch in den heimischen Fitnesscentern Einzug.

Feuer & Metall

Nach dem Aufwärmen ist in der Stunde Schluss mit Gemütlichkeit. Im Element Feuer wird so richtig Gas gegeben. „Noch sieben Wiederholungen, noch sechs, noch fünf, noch vier, noch drei, noch zwei, noch eine und jetzt Freeze!", so das Kommando von vorne. Und obwohl ich schon gar nicht mehr kann, versuche ich die letzte Position noch etwas zu halten. Den anderen Teilnehmerinnen scheint es ähnlich zu ergehen.

Am schwersten fallen mir aber gar nicht einmal die Übungen selbst (auch wenn ich mit diesen schon etwas Probleme habe. Wäre ich im Sommer doch nur nicht so faul gewesen...). Sondern die Kombination von Bewegungen, die gleichzeitig Ausdauer und Muskeln fordern, und den Kreislauf durch ein ständiges Auf und Ab zwischen Boden und Decke ganz schön in Schwung bringen.

Und als ich denke, mehr geht nicht, wechseln wir ins Element Metall. Vier Minuten Vollgas. Na wenigstens weiß ich, dass es bald geschafft ist. Dieser Gedanke hilft beim Durchhalten. Entspannt wird im Element Wasser. Bei gedimmten Licht dürfen wir noch einmal gemütlich Dehnen. Danach ist es geschafft.

Fazit: Ein sehr vielseitiges Training. Perfekt für Leute, die in einer Gruppenstunde Kraft und Ausdauer trainieren wollen.

Unsere Bewertung für das Training finden Sie auf Seite 2...

Bewertung DeepWork im Injoy Wien:

  • Wirkung: Ein gutes Kardio-Intervalltraining, perfekt zur Fettverbrennung..
  • Spaßfaktor: Anfangs etwas stressig, wenn man die Übungen nicht kennt und immer mitdenken muss, was kommt als nächstes. Hat man die Übungen intus, kann man dabei sicher gut vom Alltag abschalten.
  • Kosten: Im Injoy Wien nur bei Mitgliedschaft möglich. Diese gibt es ab 79 €/ Monat, einige Goodies gibt es auf Verhandlungsbasis.
  • Preis-Leistung: Sehr gut, der Trainer ist sehr kompetent und kontrolliert genau, ob man die Übungen richtig durchführt.

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