Das Streichelinstitut

Emotional ausgetrocknet, aller Träume beraubt und im Hamsterrad des Kapitalismus gefangen: So beschreibt Autor Clemens Berger (Foto oben) die österreichische Mittelschicht – und verschreibt zur Heilung einen Termin im Streichelinstitut.

Streicheln über der Gürtellinie

Nicht alles sei über die Handlung verraten, aber doch so viel: Der ewige Philosophiestudent Sebastian verfügt über viele Talente: Alkohol trinken, die Welt schlecht finden und, eh klar, philosophieren. Weil das aber nichts einbringt (außer Ärger mit seiner Freundin Anna) beschließt er, den Lebenshilfe-Boom anzuzapfen. Wie? Er streichelt. Professionell, für 75 Euro in der Stunde. Die berührungshungrige „Lumpen- Bourgeoisie" pilgert fortan ins Streichelinstitut und begibt sich in die Hände des Kose-Künstlers - bis sich dieser selbst nicht mehr spürt.

Fazit: Treffsicher und amüsant! Aber ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan.

Noch mehr Buchtipps finden Sie hier.

Das Streichelinstitut
von Clemens Berger
Preis: € 20,50,-
Wallstein- Verlag
Der gehängte Mönch
(Erzählungen, edition lex liszt 12)
Paul Beers Beweis
(Roman, Skarabaeus-Verlag)
Die Wettesser
(Roman, Skarabaeus-Verlag)
Gatsch / Und jetzt
(Zwei Stücke, edition lex liszt 12)
Und hieb ihm das rechte Ohr ab
(Erzählungen, Wallenstein)

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