Das steckt wirklich hinter Fitness-Bildern

Eine Trainerin zeigt, dass es gar nicht so schwierig ist, seine Trainings-Fortschritte zu inszenieren.

Es sieht aus wie ein typisches Fitness-Fortschritts-Foto, aber aber Kay hat verraten, dass sie die beiden Fotos nur 3 Minuten nach einander gemacht hat. Seht ihr den Unterschied?

"Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das perfekte Selfie zu kreieren", schreibt Kay. "Alles was ich in den drei Minuten gemacht habe, war, dass Oberlicht abzudrehen, besser Unterwäsche angezogen habe, und meinen Körper zur Seite gedreht habe und angespannt habe."

Ein weiterer wichtiger Punkt: Im "Vorher"-Bild sieht Kay traurig drein, während sie im "Nacher"-Bild lächelt.

Man merke: Gute Belichtung, gut passende Kleidung und ein freundlicher Gesichtsausdruck können einen Unterschied wie Tag und Nacht ausmachen! "Gebt nicht so viel auf diese Fotos", sagt Kay. "Nicht alle gesunden und fitten Körper sehen gleich aus. Ich persönlich bevorzuge ein wenig Definition, und das reicht dann auch."

Sophie Kay war nicht die erste, die darauf aufmerksam machte. Im Jahr 2013 machte das Magazin Gawker darauf aufmerksam, welche Tricks Fitnesstrainerin Mel V verwendet hat, um "Vorher-Nachher-Selfies" zu kreiren.

"Zuerst habe ich die Handytasche weggelassen, weil das Zeug total lahm ist! Dann habe ich meine Hose gewechselt (weil sie eine Größe größer sind und schwarz schlank macht), ein bisschen Selbstbräuner auftetragen, meine Haarteile reingeklipst, mich größer hingestellt und meine Hüfte geknickt. Die Beine hab ich weiter auseinander gestellt und mein stolzestes Lächeln aufgesetzt."

Der Trainer Andrew Dixon hat im Juli 2013 in der Huffington Post diese Fotoserie innerhalb von nur einer Stunde produziert. Auch er hat mit Tricks wie rasieren, Bauch einziehen, anspannen und verschiedenen Lichteffekten gemogelt.

Im Grunde haben sie alle dieselbe Botschaft: Fitness-Bilder sind auch Teil einer Kultur, die ein unrealistisches Ideal propagieren. Natürlich können sie auch motivierend oder empowernd sein, aber man muss sie nicht ganz ernst nehmen.

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