Das Masken-Emoji hat eine überraschende, sexuelle Bedeutung

Das rote Masken-Emoji darf beim Sexting nicht fehlen.

Melanzani sind Penisse, Pfirsiche sind Popos und Haselnüsse Brustwarzen. Dann gibt es noch die Kontroverse um ein gelbes Gesicht, dessen Grinsen irgendwo zwischen anzüglich, geheimnisvoll, frech und müde liegt. So funktioniert sexy Konversation im Emoji-Zeitalter. Und laut neuester, kunsthistorischer Erkenntnisse reiht sich ein neues Emoji in die Liste der eindeutig zweideutigen Bildchen ein: das teufelsähnliche Tengu-Masken-Emoji.

Grantig schaut es drein, das rote Gesicht mit Backenbart und mag vielleicht keine akuten sexuellen Gefühle auslösen. Doch halt! Der Twitteraccount @WhoresofYore, der sich altertümlichen und historischen Darstellungen von Frauen, die Sex haben, widmet, hat einen Holztafeldruck aus dem 17. Jahrhundert gepostet, auf dem ein bekanntes rotes Gesicht zu sehen ist.

"Dieser Shunga-Holztafelsschnitt aus dem Japan des 17. Jahrhunderts zeigt zwei Frauen beim Sex. Eine Frau hat eine Tengu-Maske um die Hüften gebunden und penetriert ihre Partnerin mit Hilfe der langen Nase."

Unser roter, langnasiger Freund ist also ein Dildo. Den aufmerksamen Twitter-NutzerInnen blieb die frappierende Ähnlichkeit natürlich nicht verborgen:

Sie erkannten die Tengu-Maske als Dildo-Ersatz an:

Und haben ihr Sexting-Repertoire erfolgreich erweitert:

Eigentlich ist der Tengu ja ein japanisches Fabelwesen, und unter denen eher ein Ungeheuer als ein liebenswerter Charakter. Aber naja, eine Melanzani ist eigentlich auch ein gesundes Gemüse.

Also: Hallo, offizielles Dildo-Emoji!

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