Das Glück in der Tasse

Die WIENERIN ist ins Kaffeeland Costa Rica geflogen und hat den Produzenten und Farmern auf die Kirschen geschaut.

Kaffee schmeckt. Seit hunderten von Jahren. Aber jetzt noch viel besser. Weil nicht nur das Aroma stimmt, sondern auch die Bedingungen, unter denen er hergestellt wird. Die WIENERIN ist ins Kaffeeland Costa Rica geflogen und hat den Produzenten und Farmern auf die Kirschen geschaut.

Text Marion Genetti Fotos Marion Genetti, Rainer Hosch/Nespresso, Ronald Román/Nespresso

Was gibt es Schöneres als einen Morgen, der nach Regenwald und feuchter Erde – sprich nach frisch gebrühtem Kaffee – duftet und schmeckt? „Kaffee ist Geschmack und Genuss pur“, sagt Karsten Ranitzsch. Der Deutsche muss es wissen, schließlich trinkt er den braunen Sud seit zwanzig Jahren. Von Berufs wegen. Für das Kaffee-in-Kapseln-Unternehmen Nespresso ist er rund um den Äquator ständig auf der Suche nach neuen Stars. Unzählige Nuancen kann ­Ranitzsch aus einer Tasse herausschmecken und dazu die verschiedenen Herkunftsländer benennen. Der Kaffee-Sommelier steckt seine Nase in eine Schale, inhaliert, saugt dann die Brühe vom Löffel in den Mund, kaut darauf herum und spuckt sie in den bereitgestellten Napf. „Hmm, ­zitronig, das müsste Kenia sein. Blumig, das ist Äthiopien. Malzig – könnte Costa Rica sein.“

Apropos Herkunft: Haben Sie sich schon mal gefragt, woher der Kaffee in Ihrer Tasse kommt? Und welch beschwerliche Reise er hinter sich hat, bevor er für Sie zum Muntermacher wird? Wir haben die Antworten darauf an der Wurzel gesucht. Genauer gesagt in Costa Rica, wo auf 1.170 Meter Höhe Kaffeebohnen der Luxusklasse wachsen. An der hier ansässigen INCAE Business School nehme ich an Ranitzschs Lektion in Geschmacks- und Geruchssensorik teil.

Anschließend geht es raus in die Natur. Nach Orosi Valley, zwei Autostunden von der Hauptstadt San José entfernt. Vom Berg bis ins Tal reihen sich kilometerlang zwei Meter hohe Kaffeesträucher. Darauf wachsen grüne und reife rote Kaffeekirschen. Von den schwarzen Bohnen, wie ich sie aus der Meinl-, Lavazza- oder Segafredo-Packung kenne, weit und breit keine Spur. Der Farmer sieht meinen fragenden Blick und pellt auch schon geschickt eine rote Frucht. Er entfernt das grüne Fruchtfleisch und fördert mit einem breiten Grinsen zwei schleimige, weiß-grünliche Bohnen zutage.

In der November-Ausgabe der WIENERIN erfahren Sie mehr über die Produktion von Kaffee und den fairen Handel damit.

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Kaffee: Ein weiter Weg vom Strauch bis in die Tasse.

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