Das Geheimnis zufriedener Babys

Wie beruhigt man ein Schreibaby? Sollen Neugeborene besser bei den Eltern oder im eigenen Bett schlafen? Wie bringt man Kinder zum Durchschlafen? Autorin Nora Imlau verrät in ihrem neuen Buch „Das Geheimnis zufriedener Babys“ welche Zutaten Ihr Baby fröhlich und ausgeglichen machen. Die besten Tricks im Überblick.

Kuscheln, Kuscheln, Kuscheln: In den ersten Wochen nach der Geburt ist vor allem der Hautkontakt wichtig und zwar für Mamas und Papas gleichermaßen. Die Eltern sollen sich dabei viel Zeit zum Kennenlernen nehmen. Das beginnt schon in der Klinik mittels Rooming in. Dann haben Sie Ihr Kind rund um die Uhr bei sich. Auch zu Hause sollte man Stress so gut es geht vermeiden und sich viel Zeit für die eigene kleine Familie zu nehmen!

Mamas Milch schmeckt am besten

Neugeborene haben anfangs nur das Bedürfnis viel Zeit in Mamas Armen zu verbringen und abwechselnd zu trinken oder zu schlafen. Bis es mit dem Stillen klappt, kann es dauern. Die Autorin rät sich unbedingt die nötige Zeit zu nehmen, um eine gute Stillbeziehung herzustellen. Denn beim Stillen wird die Beziehung besonders gefördert. Und so klappt es:

  • Wichtig ist ein Stillen nach Bedarf, bei dem das Baby immer dann angelegt wird, wenn es Hunger hat. Das kann bei Neugeborenen zehn- bis zwölfmal täglich sein oder sogar noch öfter.
  • Die Stillposition sollte für Mama und Baby gleichermaßen bequem sein. Baby und Mama sind Bauch an Bauch, das Kind sollte den Kopf nicht verdrehen müssen.
  • Immer das Baby zur Brust führen und nicht umgekehrt.
  • Mit dem C-Griff hilft man dem Baby die Brustwarze zu finden. Für die linke Brust funktioniert das folgendermaßen: Mit der rechten Hand Daumen und Zeigefinger spreizen und die Brust mit der Handfläche etwas anheben. Rechts geht es genau seitenverkehrt.
  • Schläft das Baby an der Brust ein, kann man mit dem Zeigefinger in den Mundwinkel des Babys fahren und so das Saugvakuum lösen.
  • Troststillen ist erlaubt.
  • Vier nasse Windeln pro Tag und eine stetige Gewichtszunahme zeigen, dass das Kleine auch satt wird.
  • Bei Problemen eine Stillberaterin oder einen Arzt zu Rate ziehen.

Gestörte Nachtruhe

Babys verschlafen zwar mehr als die Hälfte ihres ersten Lebensjahres, doch nicht zwingend in der Nacht. Und so kann für Eltern gerade das nächtliche Aufwachen zur Zerreißprobe werden. Autorin Nora Imlau empfiehlt zum Wohle von Eltern und Kind das Familienbett. So fällt einerseits das Stillen leichter, da man nicht extra aufstehen muss und andererseits kann sich das Kind seine benötigten Kuscheleinheiten holen. Außerdem wird die nächtliche Störung auch nicht ganz so schlimm empfunden. Einschlafen an der Brust ist ebenfalls erlaubt. Wer das Kind nicht im Elternbett haben möchte, kann sich mit einem Beistellbett aushelfen.

Dem Thema Durchschlafen misst man hingegen besser erst gar nicht zu viel Bedeutung zu, um den Druck zu nehmen. Es gibt viele Kindergartenkinder, die nachts nach einem schlechten Traum aufwachen oder weil sie die Nähe von Mama und Papa suchen. Bis das Kind durchschläft kann es noch lange dauern. Gewöhnen Sie sich besser gleich an den Gedanken, dass es mit einer Nachtruhe wie vor Ankunft des Familienzuwachses der Fall war, erst einmal vorbei ist.

Von Schlaflernprogrammen hält die Autorin nichts. Irgendwann will jedes Kind von alleine schlafen. Es ist nicht nötig sie mit gezieltem Schreien lassen dazu zu zwingen.

Das Schlafdefizit holt man wieder auf, indem man gemeinsam mit den Kindern schlafen geht, sich viel ausruht und wenn möglich, die Kinder öfter an eine Vertrauensperson abgibt, um zwischendurch Kraft zu tanken.

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Babys sind Traglinge

Das Tragen von Kindern erleichtert den Eltern den Alltag. Mit dem Baby an Bauch oder Rücken kann schließlich sogar Hausarbeit erledigt werden kann, weil man die Hände frei hat. Und Babys fühlensich dabei besonders wohl und geschützt. Denn so sind sie in ständigem in Kontakt zu ihren Bezugspersonen. Wer möchte, kann dazu ein Tragetuch verwenden, das dem Kind besonders viel Geborgenheit vermittelt. Denselben Zweck erfüllen Tragehilfen Ring Sling, Mei Tai oder einer Trage mit Klettverschlüssen. Diese sind etwas leichter anzulegen und zu schließen. Eine Trageberaterin zeigt verschiedene Modelle und erklärt, wie diese funktionieren.

Schreibabys

Wenn Babys schreien, versuchen die meisten Eltern diese durch Hüpfen am Pezziball oder Anschauen von Youtube-Videos oder ähnliche Aktionen zu beruhigen. Genau der falsche Weg, wie die Autorin recherchiert hat. Denn die Kinder gewöhnen sich an die Aufregung und verlangen ständig nach mehr.

Besser wäre es mit dem Baby ruhig werden zu üben. So lange man weiß, dass die Grundbedürfnisse wie Schlafen oder Hunger gestillt sind und das Kind eine saubere Windel hat, reicht es das Kind in den Arm zu nehmen und es runterkommen zu lassen. Verlieren Sie nicht die Geduld, falls es etwas dauert und Ihr Kind anfangs weiterschreit! Folgenden Methoden helfen beim Beruhigen:

  • Kopfmassage: Mit der Hand von der Stirn beginnend abwärts zu den Augen zu streicheln (Bewegungen nach unten beruhigen, umgekehrt würden diese noch mehr aufregen).
  • Eine liebevolle Rückenmassage.
  • Wenn Kinder einen Schnuller akzeptieren, darf dieser auch gegeben werden.
  • Ruhige Musik und zwar am besten immer die gleiche. Bekannte Dinge geben Kindern das Gefühl von Vertrautheit. Deswegen wirken auch Rituale oft Wunder.

Den Eltern selbst helfen Entspannungsübungen wie etwa Meditation und Autogenes Training über die schwierige Zeit hinweg.

Erste Hilfe-Tipps für den Alltag

  • Scheuen Sie sich nicht auch einmal Essen zu bestellen. Das spart Zeit und Nerven!
  • Versuchen Sie das Kind in die Hausarbeit miteinzubeziehen. Für die Baby ist das Spaß und Sie haben später etwas Zeit für sich, wenn das Kleine schläft.
  • Suchen Sie sich Hobbys, die Sie mit Ihrem kleinen Schatz gemeinsam erledigen können wie Laufen oder Eltern-Kind-Yoga und nehmen Sie das Kind im Kinderwagen oder in die Stunde mit.
  • Geben Sie Ihrem Kind viel Raum die Welt zu entdecken und machen Sie die Wohnung kindersicher. Das Kleine ist beschäftigt und Sie können wieder etwas erledigen.

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