Das denken LehrerInnen über Tablets und Laptops in der Schule

Tafel und Kreide, Hefte und Stifte - ja, kommen auch noch zum Einsatz. Aber die Schule wird langsam digitaler. Und das sagen Frau und Herr ProfessorIn dazu.

"Schule 4.0", nennt die Bildungsministerin die Initiative, die dafür sorgen soll, dass Österreichs SchülerInnen eine "digitale Grundbildung" bekommen. Mit dem heurigen Schuljahr startet an 169 Schulen das Pilotprojekt, mit dem die digitale Bildung vorangetrieben werden soll. Rund 222 Millionen Euro will sich das Ministerium die Ausstattung der SchülerInnen mit Tablets und Laptops jährlich kosten lassen.

Das sagen LehrerInnen zum Einsatz von Laptops und Tablets im Unterricht

"Bei uns sind in allen Klassen Computer und Beamer. Etliche Lehrer verwenden die Medien sehr intensiv, manche gar nicht. Ich finde die Digitalisierung an sich nicht schlecht, habe aber den Eindruck, dass die Schüler genervt sind, wenn alle digital unterwegs sind."

"Digitale Medien sind aus dem Alltag vieler SchülerInnen nicht mehr wegzudenken und auch im Berufsleben wird meist ein kompetenter Umgang damit vorausgesetzt. Daher sollte die Schule die Jugendlichen (ab der Sekundarstufe I) darauf vorbereitet werden. Außerdem nutzen SchülerInnen das Internet, insbesondere soziale Netzwerke wie Facebook usw. täglich und sind somit auch vermehrt Gefahren ausgesetzt, die ihnen nicht bewusst sind. Darüber hinaus bieten digitale Medien die Möglichkeit, den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten."

"Wenn man sich mit digitalen Medien auskennt, kann man dadurch eine Arbeitserleichterung erzielen."

"Ich befürworte die Digitalisierung an Schulen, wenn sie einhergeht mit einer umfassenden Unterstützung durch technisches Personal am Standort und nicht auf das Austeilen von Tablets beschränkt wird. Meiner Meinung nach sollte auch die Schule mit dem Fortschritt der Zeit gehen und alle Möglichkeiten nutzen. Man soll sich davor nicht verschließen, egal wie alt man ist."

"Wenn Ressourcen und Konzepte für die Digitalisierung zur Verfügung gestellt werden, könnte schon ein gewisser pädagogischer Mehrwert erzielt werden."

"Solange die technische Infrastruktur und deren Wartung in der Schule gewährleistet werden können, stellt die Digitalisierung definitiv einen Gewinn für den Unterricht dar."

WIENERIN-Autorin Ursula Neubauer hat selbst mal unterrichtet. Aber nur kurz. Der Lehrberuf war nix für sie. Das Thema Schule begleitet sie aber nach wie vor dank vieler Lehrerinnenfreundinnen. In dieser Kolumne schreibt sie über Erlebnisse zwischen Lehrer- und Nichtlehrermenschen und den ganz normalen Schulwahn(sinn).

Zu allen Beiträgen der "Hey, Frau Fessa"-Kolumnenreihe.

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