Das bedeuten die weißen Flecken auf deinen Fingernägeln

Der Mythos, dass die weißen Pünktchen auf einen Mangel von Eisen oder Zink zurückzuführen sind, hält sich hartnäckig.

Kaputte Nägel

„Ganz klar, das ist ein Mangel an Spurenelementen. Du musst einfach mehr Vitamine, Eisen, Kalzium und Magnesium zu dir nehmen!“, lauten die ganz weisen Ratschläge von den selbsternannten Ernährungs-Coaches oft, sobald von den weißen Punkten auf Fingernägeln die Rede ist. Und es stimmt schon: Für gesunde und kräftige Nägel braucht es eine ausgewogene Ernährung. Trotzdem kann ein Mangel an Spurenelementen keine Leukonychia punctata, so der medizinische Fachbegriff für die weißen Stellen im Nagelbett, auslösen.

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Die Ursache ist harmlos

Selbst die Einnahme von Kalzium-Kapseln hat entgegen vieler Mythen keine Auswirkung auf das Erscheinungsbild unserer Nägel, wie eine Studie zeigt. Einzig und allein ein vorsichtigerer Umgang mit Türen und Kanten könnte vor den kleinen weißen Stellen bewahren, denn die tatsächliche Ursache für Leukonchia punctata sind schlichtweg kleine Verletzungen. Einklemmen oder Stöße an der Nagelplatte verursachen kleine Verletzungen im Nagelbett. Wenn diese nicht wieder komplett zusammenwachsen, können unter dem Nagel Lufteinschlüsse entstehen, was wir dann als helle Stellen am Nagel sehen.

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Weiße Stellen sind unbedenklich

Die weißen Pünktchen sind demnach nur ein rein kosmetisches „Problem“, das keine Behandlung bracht. Im Normalfall vergehen die Lufteinschlüsse von selbst oder wachsen mit dem Nagel raus.

Wenn die weißen Punkte nicht von selbst weggehen, sollte auf jeden Fall eine Hautärztin oder ein Hautarzt aufgesucht werden. In seltenen Fällen können Verfärbungen an den Nägeln auf Nierenprobleme oder eine Medikamenten-Unverträglichkeit hinweisen.

 

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