Darum blockt Instagram Hashtags wie #Lesbian, #Gays und #Bi

Instagram blockt LGBT+-Begriffe, doch wichtig wäre es, sichere Orte für die Community bereit zu stellen.

Instagram filtert aktuell Inhalte, die unter den Hashtags #lesbian, #gays, #lesbians und #bi gepostet werden. Der Hashtag #gay ist jedoch nicht von der Blockade betroffen.

Ein Sprecher von Instagram hat mit der HuffPost UK gesprochen: "Die Vorgehensweise, einzelne Hashtags zu blockieren, wird angewandt, wenn besonders viele Inhalte, die gegen die Guidelines verstoßen, darunter gepostet werden."

Besonders beunruhigend ist, dass User Hashtags missbrauchen, die besonders wichtig für Mitglieder der LGBT+-Community sind. Für viele Schwule, Lesben, Trans- oder Bi-Menschen sind sichere Online-Orte (Spaces) essenziell, um sich untereinander zu vernetzen und sich auszudrücken. Die Zensur von Worten kann Menschen, die in ihrem Alltag mit homo-, bi- und transphobischem Verhalten konfrontiert sind, verunsichern und stark beeinflussen.

Die britische Organisation "Educate & Development" hat sich der Inklusion von LGBT+-Inhalten in Lehrplänen verschrieben. Sie versucht zu vermitteln, dass Wörter wie "schwul", "lesbisch", "bisexuell" und "trans" nicht mit Furcht verwendet werden sollen, sondern mit Respekt.

"Wenn es um Sprache geht, müssen wir zeigen, dass Wörter - vor allem unsere Wörter - von Bedeutung sind", sagt Elly Barnes, Geschäftsführerin von "Educate & Development".

"Zu sagen, dass ein Hashtag erlaubt ist, und ein anderer nicht, kreiert eine Hierarchie zwischen unterdrückten Gruppen, und das tut niemandem gut."

Dass es schwierig ist, eine Masse an Informationen zu filtern und auszusortieren, bleibt unbestritten. Online-Plattformen wie Instagram sollten sich aber ihrer Verantwortung bewusst sein, und nicht ganze Wörter, die essenziell für die Identitätsbildung unterdrückter Minderheiten sind, sperren.

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