Darmkrebs - ein Tag ganz im Zeichen des Patienten

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 15.00 bis 19.30 Uhr im Bundesministerium für Gesundheit, Festsaal, Eintritt frei

Darmkrebs ist die häufigste Krebsform, die Frauen und Männer gleichermaßen betrifft. Jährlich sind ca. 5.000 Neuerkrankungen zu verzeichnen. Rund 50% der Darmkrebs-PatientInnen sterben an ihrer Krankheit.

Die große Zahl von PatientInnen und die Schwere der Erkrankung, aber auch die belastende Lebenssituation, in der sich die PatientInnen und ihre Angehörigen befinden, sowie deren Wunsch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen - darin liegen sicherlich die Hauptgründe, warum die Veranstaltungen der Selbsthilfegruppe Darmkrebs stets sehr gut besucht sind. "Zu unserem ersten PatientInnen-Tag, den wir im Vorjahr gemeinsam mit Herrn Prof. Ludwig im Wilhelminenspital angeboten haben, kamen mehr als 400 BesucherInnen", freut sich Helga Thurnher, Präsidentin der Selbsthilfegruppe Darmkrebs.

Themen:
Rolle der Chirurgie
Medikamentöse Therapie
Strahlentherapie
Nebenwirkungen der Therapie
Zahngesundheit bei KrebspatientInnen
Optimierung des Arzt-Patienten-Gespräches
Ernährung bei Darmkrebs
Komplementärmedizin

Die genannten Themenschwerpunkte werden Gegenstand von ExpertInnen-Referaten mit anschließender Diskussion sein.

Ab 17.00 Uhr besteht zusätzlich die Möglichkeit für individuelle Beratung zu diesen Fragen:
Stärkung der Psyche und Stomapflege

"Bei Mitteilung der Diagnose eröffnen sich zahllose Fragen, Ängste und Sorgen. PatientInnen und Angehörige brauchen kompetente Information, eingehende Beratung und den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen - all das werden wir bei unserem PatientInnen-Tag in entspannter und fürsorglicher Atmosphäre anbieten. Hier können Fragen gestellt und Bereiche angesprochen werden, für die bisher keine Zeit war oder der Mut fehlte", erläutert Univ.-Prof. Dr. Heinz P. Ludwig (Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung - Zentrum für Onkologie und Hämatologie, Wilhelminenspital, Wien).


Und last but not least - der PatientInnen-Tag im Gesundheitsministerium soll auch allgemein am Thema interessierten Menschen die Gelegenheit bieten, sich zur - äußerst wirksamen - Darmkrebsvorsorge durch Koloskopie zu informieren:
Ab 17.00 Uhr steht der Experte Dr. Friedrich Anton Weiser für individuelle Fragen zu diesem Thema zur Verfügung; um 18.00 Uhr gibt es dazu auch ein Referat von Univ.-Doz. Dr. Werner Weiss sowie zusätzlich die Möglichkeit, mit einer Patientin über ihre Erfahrungen hinsichtlich der Koloskopie zu sprechen.

"Ab dem 50. Lebensjahr sollte man sich regelmäßig - alle sieben bis zehn Jahre - einer Koloskopie, also einer Darmspiegelung, unterziehen. Für diese - heute völlig unkomplizierte und absolut schmerzfreie - Untersuchung übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Durch rechtzeitige Koloskopie und Entfernung gutartiger Darmpolypen, bevor sie über die Jahre bösartig werden, könnten wir 90% der Darmkrebserkrankungen vermeiden. Das wären jährlich 4.500 Darmkrebs-PatientInnen und weit mehr als 2.000 Darmkrebs-Tote weniger in Österreich!", betont Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski (Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin I, Wien, sowie Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie am Wiener AKH).

Darmkrebs - ein Tag
ganz im Zeichen des Patienten

Mittwoch, 14. Oktober 09
15.00 bis 19.30 Uhr

Bundesministerium für Gesundheit
Radetzkystraße 2
1030 Wien
Festsaal

Ehrenschutz: BM Alois Stöger
Initiative, Organisation, Moderation:
Helga Thurnher
Selbsthilfegruppe Darmkrebs

Vorsitz:
Univ. Prof. Dr. Heinz P. Ludwig
Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski

Einladung

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