Darling, wir fahren aufs Land

Zwischen toskanischen Olivenhainen essen? Oder inmitten nordischer Eleganz dinieren? Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihrem Essplatz den Landhaus-Look verpassen.

Unter einer schattigen Terrasse in der Provence essen? Zwischen toskanischen Olivenhainen sitzen? Oder inmitten nordischer Eleganz dinieren? Egal, wonach Ihnen gelüstet, wir verraten Ihnen, wie Sie Ihrem Essplatz den Landhaus-Look verpassen.

Text Marion Genetti Fotos Christian Verlag, beigestellt

Frankreich: Essen wie Gott in Frankreich? Am Schönsten in einem Landhaus in der Provence.
Roter Mohn, goldenes Getreide und grüne Zypressen. – Genauso leuchtend wie die Farben der Täler zwischen der Rhône und dem Mittelmeer ist auch die Inneneinrichtung der Häuser in dieser Region. Kacheln in Karmesin, Türen in Kobaltblau und ein rot-grüner Schachbrettboden – was für uns gewagt klingt, ist bei den Südfranzosen Standard. Das Außenleben der Bauernhäuser kommt vergleichsweise bodenständig (Material: Naturstein oder Lehm) daher. Einziger Farbtupfer: die Fensterläden und Türen werden oft sonnengelb, orange oder grün gestrichen. – Ein Essplatz im Freien ist in Südfrankreich ein Muss. Zu jedem provenzalischem Haus gehört eine schattige Terrasse mit Backsteinpflaster, geschmückt mit Orangenbäumchen und Buchsbaum, Thymian und Rosmarin in Kübeln, einfach dazu.

Italien: Ruhe und Geborgenheit? ­Nirgendwo romantischer als in den Hüge­ln der Toskana.
Zwischen Weinbergen, Zypressen und Olivenhainen gelegen strahlen die norditalienischen Landhäuser Einfachheit und Geborgenheit aus. So großzügig die meisten Häuser gebaut sind, so sparsam und schmucklos sind sie möbliert. Die rustikalen Holztruhen, Schränke und Anrichten werden vom Tischler im Ort gefertigt und üblicherweise nicht weiterbehandelt und nur selten gestrichen. Und auch sonst wird in Norditalien auf Schlichtheit gesetzt. Die (oft ausgetretenen) Fußböden sind aus Backstein oder Fliesen, die Deckenbalken sind unverkleidet. Bei genauerem Hinschauen entdeckt man aber doch ein paar liebevolle Details: verschnörkelte Fenstergitter aus Schmiedeeisen und unglasierte Tontöpfe, gefüllt mit frischen Blumen oder getrockneten Kräutersträußen.

Skandinavien: Leichtigkeit und Eleganz? Wohnen im skandinavischen Landhaus.
Tiefverschneite Seen und ausgedehnte Wälder – die Landschaft der skandinavischen Länder prägt auch den Wohnstil der Menschen, die hier leben. Das Mobiliar – und meist das ganze Landhaus – wird aus dem Holz der Umgebung hergestellt. Die Farbpalette der Inneneinrichtung reicht von reinem Weiß über gelbliches Weiß bis hin zu Hellgrau. Die Einrichtung ist sparsam, schlicht und klar. Bis heute ist der gustavianische Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts in den skandinavischen Landhäusern en vogue. Beeinflusst vom französischen Klassizismus, der vor allem vom kunstsinnigen schwedischen König Gustav III. im 18. Jahrhundert in Schweden eingeführt wurde, verbindet er die Vorliebe für Klarheit und Einfachheit mit der Freude am Dekorieren.

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Frankreich, Italien oder Skandinavien? Dem Landhausstil lässt sich immer etwas abgewinnen.

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