Dänische Fußball-Männer verzichten für Frauenteam auf Geld

Die dänischen Fußballspieler wollen den Streit zwischen Verband und Frauenfußballerinnen beenden. Es geht aber nicht nur um Geld.

Wie die dänische Spielervereinigung am Sonntag auf ihrer Webseite mitteilte, will die dänische Fußball-Nationalmannschaft der Männer zugunsten der Frauen auf einen Teil ihrer Einnahmen verzichten.

Konkret bieten die Spieler an, auf 500.000 Kronen (ca. 67.000 Euro) zu verzichten, wenn den Frauen im Gegenzug verbandsintern die gleichen Rechte zugestanden werden.

"Es geht nicht nur ums Geld, sondern Prinzipien"

Grund für das Angebot ist ein Streit zwischen der dänischen Frauen-Fußballmannschafft mit dem dänischen Fußball-Verband DBU, der in der Absage eines ausverkauften Länderspiels letzte Woche (die WIENERIN hat berichtet) gegen die Niederlande gipfelte. Die Frauen-Mannschaft befindet sich weiterhin im Streik und will solange keine Spiele mehr bestreiten, bis eine Einigung mit dem Verband erzielt wird.

Ein Übereinkommen zwischen den zwei Streitparteien zeichnet sich, trotz des Angebots der Männer, allerdings nicht ab. Gegenüber der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau sagte ein Verbandssprecher: "Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um Prinzipien."

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Die Däninnen zählen derzeit zu den erfolgreichsten Frauenfußball-Mannschaften Europas. Nachdem sie im Juli das Halbfinal-Spiel gegen Österreich im Elfmeterschießen gewannen, musste sich die Mannschaft lediglich gegen die starken Niederländerinnen im Finale geschlagen geben. Damit ist das Team deutlich erfolgreicher als ihre männlichen Fußball-Kollegen in Dänemark, die derzeit nur auf Platz 26 der FIFA-Weltrangliste stehen.

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