Damenwahl in Hollywood

Für Stars von Marlene Dietrich bis Madonna gehört das Spiel mit der Sexualität zum Geschäft. Es ist irgendwie schick, auch als bisexuell zu gelten.

Für Stars von Marlene Dietrich bis Madonna gehört das Spiel mit der Sexualität zum Geschäft. Es ist irgendwie schick, auch als bisexuell zu gelten – und sei es nur, um in die Schlagzeilen zu kommen. Der eigentlichen Sache, der Gleichstellung von Homosexuellen, nutzt das wenig.

Text Julia Wagner Fotoswww.viennareport.at, Photo Press Service, Corbis

Der Liebesbeweis wiegt stolze 22 Karat, ist von Cartier und soll mehr als 20.000 US-Dollar gekostet haben. Seit ihrem 22. Geburtstag im Juli trägt Lindsay Lohan stolz den Brillantring, den ihr ihre „gute ­Freundin“ Samantha Ronson geschenkt hat. Spätestens seit diesem Zeitpunkt wird heftig spekuliert, was denn da zwischen den beiden läuft. Denn obwohl die zwei mittlerweile sogar öffentlich knutschen, wie kürzlich auf P. Diddys Yacht, hat sich Lohan bisher nie so richtig zu dieser Beziehung ­geäußert, sondern nur Andeutungen gemacht wie „Ich wünsche mir, dass ich glücklich bin und einfach bei der Person sein kann, die mir so viel bedeutet“.

Ist Lohans öffentlicher Flirt nur ein inszenierter PR-Gag, um ihre ins Stocken geratene Karriere wieder in Schwung zu bringen, oder sagt ein Ring doch mehr als tausend Worte? Und ist an den aktuellen Hochzeitsgerüchten der beiden wirklich was dran? Ende des Jahres wollen sie sich das Jawort geben. Lindsay im weißen Mini von Chanel, Samantha im schwarzen Hosenanzug …

Wer in jüngster Zeit aufmerksam die Klatschspalten gelesen hat, ist kaum an einer neuen, vermeintlichen „Frauenfreundschaft“ vorbeigekom­men. Immer öfter scheinen heterosexuelle Schauspielerinnen plötzlich zu Frauen zu switchen und sich lieber mit ihnen die Nächte um die Ohren zu schlagen.

Sängerin Pink turtelt nach ihrer Scheidung neuerdings mit Kollegin Hopey Rock, einer bekennenden Lesbe und Sängerin der Band Pretty Boys, mit der sie händchenhaltend in New York gesichtet wurde. Liz Taylor feierte mit einer unbekannten Begleiterin in einer Bar in West Hollywood ausgiebig die Einführung der Homo-Ehe in Kalifornien und kam ihr dabei verdächtig nahe. So nahe, dass die Presse darüber spekulierte, ob Ehemann Nummer neun vielleicht gar eine Frau wird. Cynthia Nixon verließ bereits 2004, nach 15 Jahren Ehe, ihren Mann für Freundin Christine Marinoni, die sie heiraten möchte. Andere bringen sich damit ins Gespräch, zumindest lautstark über eine lesbische ­Affäre nachzudenken. Erst kürzlich sagte Hayden Panettiere, nichts gegen einen Flirt mit ­Angelina Jolie zu haben. Und Selma Blair wunderte sich öffentlich, dass sie von zahlrei­chen Geschlechtsgenossinnen für begehrenswert gehalten wird.

Sehr böse Zungen geben gar von sich, Hollywood sei auf die Frau gekommen. Aber was steckt wirklich dahinter? Wollen sich da einige Damen nur ins Gespräch bringen oder sind wir endlich so weit, dass die homosexuellen Beziehungen den heterosexuellen gleichgestellt sind – zumindest in der Klatschpresse? So nach dem Motto: Hey, Lindsay Lohan ist wieder verliebt und zufällig ist es diesmal eine Frau.

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Hollywoods Lesben und was Insider dazu sagen – lesen Sie mehr in der September-Ausgabe der WIENERIN.

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Ellen DeGeneres & Portia de Rossi: Seit 2004 sind die beiden ein glückliches, lesbisches Paar.

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