Crowdfunding für Sigi Maurer und Opfer von Hass im Netz eingerichtet

"Wir haben uns zusammengetan, weil es für uns unerträglich ist, dass gegen Hass im Netz nicht ausreichend vorgegangen werden kann", so Sigi Maurer und der Verein ZARA.

Update: Gerade mal 38 Stunden hat es gedauert, bis ZARA und Sigrid Maurer ihr Fundingziel von 100.000 Euro erreicht haben. Das Interessante daran: Fast zwei Drittel der Spender sind Männer. Insgesamt 2.379 Personen unterstützten den "Rechtshilfefonds gegen Hass im Netz". Von diesen sind 1.505 Männer (63,26 Prozent) und 874 Frauen (36,74 Prozent). Und das Interesse an der Aktion ist noch nicht abgeflaut - es wurde bereits ein weiteres Crowdfundingziel eingerichtet.

 

 

 

Sigrid Maurer und der Verein ZARA haben ein Crowdfunding ins Leben gerufen, um Hass im Internet zu bekämpfen. Hintergrund ist unter anderem die Verurteilung Maurer - aber vor allem die finanzielle Hilfe für andere Opfer von Hass im Netz. Mit dem gespendeten Geld will man "Klagen finanzieren und Präzedenzfälle schaffen", sagte Maurer am Montag bei einer Pressekonferenz.

Nach dem Urteil (hier nachzulesen) hätten ihr "weit über 1.000 Menschen geschrieben", die sie unterstützen wollten, sagte Maurer. "Auch spenden." Nun wolle sie "dieses großzügige Angebot annehmen, aber nicht nur für mich sammeln, sondern auch für andere Betroffene".

Spenden für einen "Rechtshilfefonds gegen Hass im Netz" kann man mittels der Plattform respekt.net (Link hier). Ziel sind 100.000 Euro. Caroline Kerschbaumer von ZARA wies grundsätzlich darauf hin, dass es eine Gesetzesänderung brauche: "Wir fordern einen gesetzlichen Schutz der menschlichen Würde." Zivilrechtliche Klagen kosten viel Geld und seien für Betroffene daher oft keine Option. Diese Lücke müsse geschlossen werden. Das Projekt zielt außerdem darauf ab, dass erkannt wird, dass das Internet kein straffreier Raum ist".

"Wir hoffen, dass die Finanzierung von Präzedenzfällen dazu beiträgt, die Betroffenen zu unterstützen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Es soll in Zukunft nicht mehr nötig sein, privat gegen Hass im Netz vorzugehen", so die Projektbeschreibung.

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