Craniosacral-Behandlung bei Babys und Kleinkindern

Geburtstraumata, Schreibabys oder Einschlafschwierigkeiten: Craniosacral-Therapeutin Linda Steinbauer erklärt, wie die Behandlung funktioniert und bei welchen Problemen sie kleinen Menschen helfen kann.

Die Craniosacral-Therapie ist ein Teilbereich der Osteopathie. Der Ansatz der Osteopathie „Leben ist Bewegung“ gilt für die gesamte Struktur unseres Körpers. Alles ist beweglich und bewegt sich. Ist eine Struktur in ihrer Funktion eingeschränkt, verändert sich auch ihre Bewegung.

In der Craniosacral-Therapie erspüren wir solche Einschränkungen mit unseren Händen und helfen der betroffenen Struktur die richtige Bewegung wieder aufzunehmen. Nimmt die Struktur die Information auf, kann sie wieder korrekt funktionieren.

Die Craniosacral-Therapie ist auf kein Alter beschränkt, aber gerade Babys und Kindern hilft sie besonders. Denn die Kindheit ist wie keine andere Lebensphase von großen Wachstums- und Veränderungsprozessen geprägt. Unterstützt man diese Anpassungsprozesse, hat der kleine Körper mehr Kapazität für weitere Entwicklungsschritte. Entspannte Kinder entwickeln sich besser und können ihr Potenzial besser ausschöpfen.

Wie läuft eine Craniosacral-Behandlung bei Babys und Kindern ab?

Ich sammele so viele Informationen wie möglich über den Verlauf der Schwangerschaft und die Geburt und frage nach den Symptomen des Babys oder Kindes. Während des Gesprächs kann ich schon viel beobachten:
Wie bewegt sich das Kind?
Hat es eine bevorzugte Körperhaltung?
Wie ist der Blick?
Nimmt es Kontakt mit mir auf?
Hat es entspannte Gesichtszüge?
Ist die Haut rosig? Uvm.
Habe ich mit dem Kind gut Kontakt aufgenommen, beginne ich mich über das Gewebe in den Körper hineinzuspüren und nach Spannungen zu suchen.

Babys können während der Behandlung schlafen oder wach sein. Auch während des Stillens kann man gut behandeln. Größere Kinder sitzen oder liegen auf dem Behandlungsbett und spielen oder lesen. Auch auf dem Schoß der Mutter oder des Vaters kann gut behandelt werden. Eine Behandlung dauert in der Regel 30-50 Minuten, abhängig davon, wie schnell sich die betroffene Struktur entspannt und wie lange das Kind mitmacht.

Nach der Behandlung sind die Kinder oft sehr müde, quengelig und hungrig da die Behandlung für die Kleinen sehr anstrengend ist.

Damit die aktivierten Selbstheilungskräfte optimal reagieren können sollten am Tag der Behandlung körperliche Anstrengungen und Unternehmungen vermieden werden damit das Kind sich gut ausruhen bzw. schlafen kann.

Indikationen für eine Craniosacral-Behandlung bei Babys

Unruhe

Trink- und Saugprobleme

Blähungen und Koliken

Erbrechen und Spucken

Schiefhals und Asymmetrien (alternierend mit Physiotherapie)

Kopfverformungen

Indikationen für eine Craniosacral-Behandlung bei Kleinkindern

Häufige Infekte

Verdauungsstörungen

Kopfschmerzen

Entwicklungsverzögerungen

Verhaltensauffälligkeiten

Behandlung nach Operationen

Die Craniosacral Therapie zählt zur Erfahrungsmedizin und ist wissenschaftlich wenig untersucht. Bei allen Vorzügen hat sie ihre Grenzen, nämlich dort wo die Selbstheilungskräfte nicht mehr ausreichen um zu gesunden. Schwere und akute Krankheiten gehören immer in die Obhut eines Schulmediziners.

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Linda Steinbauer ist zertifizierte Cranionsacral-Therapeutin sowie diplomierte Säuglings- und Kinderkrankenschwester mit langjähriger Berufserfahrung. Weiters ist sie Still- und Laktationsberaterin und bietet umfassende Unterstützung in allen Belangen rund ums Baby in der Zeit nach der Geburt. Ihre Spezialisierung beinhaltet die Behandlung von Babies und Kindern, Frauen nach der Geburt, Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch.

Mehr zu Linda Steinbauer und zum Thema Craniosakral Therapie finden Sie auch ihrer persönlichen Homepage www.mylife-praxis.at.

linda.steinbauer@kinderarztpraxis-schumanngasse.at

Die Kinderarztpraxis Schumanngasse vereint ein Team aus ÄrztInnen und TherapeutInnen aus unterschiedlichen Bereichen unter einem Dach. Neben sämtlichen „normalen“ Leistungen eines Kinderarztes sowie der ambulanten Betreuung von akut oder chronisch kranken Kindern setzt man auch einen Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitsvorsorge für Kinder- und Jugendliche.

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