Corona-Quarantäne: 5 Fehler, die du beim Ausmisten machst

Social Distancing scheinen viele zum großen Entrümpeln zu nutzen. Nur: Wie geht’s richtig? Und vor allem: Wohin mit dem ausrangierten Zeug in Zeiten von Covid-19?

Ausmisten

Es ist immer das gleiche: Voller Motivation gehen wir an die Sache ran und binnen kürzester Zeit wird die anfängliche Euphorie von Frust abgelöst. Daran könnt’s liegen:

1. Du steckst dir zu hohe Ziele.

Am Anfang ist die Motivation groß und du nimmst dir alles, was seit Monaten liegen geblieben ist, auf einmal vor: Alte Bücher gehören ausrangiert, der Kleiderschrank ausgemistet, die Sockenschublade wieder mal neu sortiert und in der Küche könnte man auch mal alle Kästen ausräumen, auswischen und neu einschlichten. Aber – und das wissen wir alle aus Erfahrung: Das alles wird nicht klappen. Denk daran, wann du das das letzte Mal ausgemistet hast und wie lange es gedauert hat, den ganzen Krempel anzuschaffen und alles voll zu räumen. Es wird also auch eine Weile dauern das alles wieder zu sortieren. Daher gilt: Nicht zu viel vornehmen, damit dir die Sache mit der Frustration nicht dazwischenkommt.

2. Du kaufst dir Kisterl und Körberl in allen Größen.

Das dient als Motivation, redest du dir ein, während du diverse Aufbewahrungs-Teile online in deinen Warenkorb legst. Sorry, dir das jetzt sagen zu müssen, aber: So funktioniert’s nicht. Erstens mangelt's dir wahrscheinlich ohnehin nicht an Kisterln und zweitens überspringst du damit ein paar Schritte. Du hättest damit nur wieder eine Sache mehr, die du wegräumen und einsortieren müsstest. Daher: Zuerst ausmisten und dann genau schauen, was du in welcher Größe tatsächlich noch brauchst.

3. Du mistest nicht allein aus.

Ja, es klingt lustiger und weniger anstrengend, wenn man das Entrümpeln nicht allein angeht, aber: Ihr werdet euch früher oder später gegenseitig wahrscheinlich nur im Weg stehen, euch ablenken und vermutlich über eure verschiedenen Ausmist-Strategien streiten.

4. Du schwelgst viel zu viel in Erinnerungen.

Wir alle kennen das. Eigentlich wollte man ruck-zuck dieses eine Kasterl ausmisten und plötzlich sitzt man mit einer uralten Sonnenbrille bekleidet am Boden in einem noch größeren Chaos als vorher, während man versucht den MP3-Player aus dem Jahre Schnee wieder zu aktivieren und das Tamagotchi vielleicht doch noch irgendwie wieder zum Leben zu erwecken.

Klar kann man sich beim Entrümpeln schnell mal in Erinnerungsstücken verlieren, aber: Lieber das Ausmisten schnell hinter dich bringen, manche Gegenstände in einer Nostalgie-Kiste sammeln und dir danach Zeit nehmen, Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. (Und dann die Nostalgie-Kiste auch noch rigoros ausmisten.)

5. Du gehst ohne Plan an die Sache heran.

Ach, wenn ich schon den Papierkram am Schreibtisch ausmiste, kann ich ja auch gleich noch die Mails checken und auf dem Desktop für Ordnung sorgen… Ohne Struktur endet Aufräumen schnell in einem noch größeren Chaos als vorher. Wer ohne jeglichen Plan mit dem Ausmisten beginnt, wird schnell den Überblick verlieren. Besser: Einzelne Bereiche angehen oder übergreifende Projekte (z.B. alle Schuhe im Haus, alle Bücher, …) á la Marie Kondo definieren und dann loslegen. Das spart Frust und Chaos, glaub uns!

Wohin mit dem ausgemisteten Zeug in Corona-Zeiten?

Normalerweise ist die goldene Regel beim Entrümpeln, den aussortierten Krempel schnell tatsächlich loszuwerden und die Altstoffkleider-Säcke nicht ewig im Vorzimmer rumstehen zu lassen.

Aktuell appellieren die Vertreter*innen der Abfallwirtschaft aber, anfallenden Müll und Altkleider vorerst nicht zu den Verwertungsstellen zu bringen, sondern zu Hause zu lassen, um Annahmestellen nicht zu überfüllen.

 

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