Corona-Isolation: 6 Tipps, wenn sich dein Körpergefühl gerade verändert

Durch ein verändertes Ernährungs- und Sportverhalten in Zeiten der Isolation, verändert sich vielleicht auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Was dabei hilft, ein neues Körpergefühl zu entwickeln – und wie man dem wertfrei gegenübertreten kann.

Körpergefühl

Soviel vorweg: Was auf so manchen Instagram-Accounts wie eine Produktivitäts-Challenge wirkt, ist in Wahrheit immer noch eine globale Pandemie. Man muss die Zeit nicht nutzen, um low-carb Brot zu backen, Home-Workouts zu machen und eine "bessere, fittere Version seiner selbst" zu werden.

Dass sich die Art, wie wir uns ernähren und bewegen, in Zeiten von Corona verändert, ist völlig normal. Damit einher geht möglicherweise auch eine Veränderung des Körpergefühls. Das mag anfangs vielleicht ungewohnt sein, aber – diese Dinge können helfen:

1. Sprich mit jemandem darüber oder schreib es nieder.

Die meisten kennen das Gefühl: Hat man erstmal emotionalen Ballast bei einer*einem Freund*in abgeladen, fühlt sich vieles gleich ein bisserl leichter an. Vor allem, wenn man merkt: Ich bin nicht allein, anderen geht es gerade genauso.

Möchtest du deine Gedanken (vorerst) lieber für dich behalten, probier’s mit Journaling, sprich: einfach mal alles niederschreiben, was in deinem Kopf herumgeistert. Durch das Aufschreiben (oder Erzählen) zwingen wir uns, die wirren Gedanken in Wörter zu gießen und unsere Struggles zu benennen, was helfen kann, manche Dinge klarer zu sehen.

2. Entfolge Accounts, die dir nicht guttun. Oder stell sie zumindest stumm.

Gerade jetzt verbringen die meisten von uns noch mehr Zeit auf Social Media – warum also unseren Feed nicht so kuratieren, dass wir uns beim Durchscrollen möglichst gut fühlen? Weg mit den Accounts, bei dessen Anblick du ein schlechtes Gewissen bekommst, weil du gerade nicht veganes, zuckerfreies Bananenbrot bäckst und um 20 Uhr beim Community-Live-Workout mitmachst!

3. Masturbiere!

Wenn du gerade in einen Online-Shopping-Wahn verfallen bist, dann lass es wenigstens Sextoys sein, die du bestellst. Masturbation wirkt Wunder für unser Körpergefühl – und vor allem in Zeiten von Corona sollten wir ohnehin mehr masturbieren (>>> mehr dazu hier!). Wenn nicht jetzt die perfekte Zeit ist, unseren Körper besser kennenzulernen, wann dann?

4. Mach cute Selfies!

… und zwar nicht zwingend für Insta & Co., sondern einfach nur für dich! Zieh endlich diesen einen Spitzenbody an, an dem noch das Etikett hängt und los geht’s!

5. Tanze!

Diese Menschen, die auf Instagram immer vor ihren Kameras herumtänzeln? Sie haben schon Recht: Das macht was mit dem Körpergefühl. Probier’s aus: Einfach ganz laut Musik aufdrehen und tanzen – und zwar nicht so, wie du glaubst besonders gut dabei auszusehen, sondern einfach mal nur so bewegen, wie es sich für dich richtig anfühlt.

6. Hab Geduld mit dir selbst.

Behandle dich so wie du deine*n beste*n Freund*in behandelst und gib dir selbst auch dieselben guten Ratschläge, die du ihr*ihm geben würdest: Sag dir, dass es okay ist, wenn es sich erstmal komisch anfühlt, weil sich der Körper verändert. Sag dir, dass du nicht so hart zu dir selbst sein sollst. Sei verständnisvoll, wenn das neutrale oder gute Körpergefühl nicht über Nacht passiert. Sag dir, dass du gerade das bestmögliche tust, das du eben im Moment tun kannst – und das darf auch ein bisserl strugglen sein.

 

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