Cornwall is(s)t gut

Englands Küche ist nicht unbedingt als eine der Besten bekannt. Ein Irrtum, wie sich zumindest in Cornwall, im Südwesten der britischen Insel, herausstellt.

Wenn Londoner aus ihrer Metropole wegen des Essens nach Cornwall kommen, ist das schon ein Zeichen. Denn in der sonst so vergessenen Region der Rame Halbinsel hat sich ein kleines, kulinarisches Paradies etabliert, das nicht nur Einheimische erfreut.

Das Devonport Inn direkt an The Cleave, der Promenade des kleinen, verschlafenen Kingsand, ist kein typisches Pub. Davon gibt es ohnehin ein paar im Ort. Vielmehr sorgt der französische Küchenchef samt einheimischen Personal dafür, dass alle gern wieder kommen. Deshalb ist das Lokal, das sowohl mittags als auch abends frische Küche anbietet, auch immer gesteckt voll. Eine Reservierung ist auf alle Fälle empfehlenswert, will man den frisch gefangenen Fisch vom Morgen oder Köstlichkeiten wie die Schokoladentorte auf seinem Teller finden.

Wo seit einigen Jahren The View für Gourmetküche sorgt, war früher ein Pub, das Einheimische bei Hangover besucht haben. Eines, das in den Morgenstunden offen hatte und wo man sich samt einem English Breakfast an der herrlichen Aussicht auf Whitsand Bay erfreuen konnte. Davon ist nur eines geblieben: Der namensgebende und wahrlich Atem beraubende Blick aufs Meer.

Mittlerweile kann man diese View auf Whitsand Bay in modernem Ambiente, bei originellem Seafood und zu höheren Preisen genießen - oder zumindest bald wieder. Denn The View ist derzeit wegen einer Überflutung geschlossen und sperrt erst nach der sicher genauso stylishen Renovierung im Januar/Februar wieder auf.

Die Tipps stammen aus dem Reisebuch "Eat-Surf-Live", den zwei Steirerinnen im kommenden Januar publizieren. Dann gibt es auch weitere Tipps nachzulesen. Mehr zum Buchprojekt und zur Finanzierung gibt es unter startnext.at/eatsurflive

Touristischer als in Kingsand und an der Whitsand Bay geht es in Looe zu, das ca. eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt liegt. Kulinarische Schmankerl lassen sich aber dort genauso finden, besonders in Sachen Fisch und Meeresgerichte.

Bekannt dafür ist zum Beispiel Trawlers, wo der in Frankreich ausgebildete Chef Jono Hangock aufkocht. Und das ausgezeichnet, hat er doch schon im ersten Jahr den "Taste of West"-Preis für sich gewonnen. Neben guter Qualität in der Küche legt das Trawlers vor allem Wert auf den Wohlfühlfaktor - und der ist überall im Lokal zu spüren.

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Ebenfalls in Looe und der heisse Tipp von Einheimischen nicht nur für ein typisches englisches Frühstück ist Sam's on the Beach. Frueher wartete an der Stelle am Polkerris Beach ein Rettungsboot darauf, Ertrinkende zu retten. Jetzt sorgt man sich für das leibliche Wohl der Menschen auf andere Art und Weise: Pizza, Sandwiches oder Eis warten darauf, auf den Strand mitgenommen zu werden.

Wer nicht nur gern auswärts isst, sondern noch lieber den zuhause Gebliebenen kulinarische Souvenirs mitbringt, für den lohnt ein Ausflug in die Cornish Orchards nach Liskeard. Im Farmshop kann man sich vor dem Einkauf durch die so typischen Cider durchkosten. Und die gibt es in allen Geschmacksrichtungen - von Farmhouse Cider bis Blush Cider mit Himbeere. Wer es Antialkoholisch möchte, probiert die Säfte oder kauft einfach einen - ebenfalls ausgezeichneten - Apfelessig.

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Dann haben auch die Liebsten zuhause etwas vom kulinarischen Cornwall.

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