Cool Britannia

Britpop war einmal? Unsinn. Die beste Musik kommt diesen Herbst aus England. Nicht nur, weil Oasis wieder da sind.

Britpop war einmal? Unsinn. Die beste Musik kommt diesen Herbst aus England. Nicht nur, weil Oasis wieder da sind.

Text Julia Wagner Fotos Jocelyn Bain Hogg/Universal Music; Espen Eichhöfer/Ostkreuz/Universal Music; Universal Music; beigestellt

Ein wenig einfach versuchen es sich die Herren Gallagher schon zu machen. Erst hauen sie medial auf andere Brit-Bands ein und dann müssen die in ­jedem Interview zu dem vermeintlichen Streit Stellung nehmen und machen so, ob sie wollen oder nicht, Werbung für Oasis. Wie zum Beispiel die Kaiser Chiefs, die ebenfalls im Oktober ihr neues Album auf den Markt bringen. „Die beiden sind einfach Marketinggenies“, sagt Sänger Ricky Wilson im Interview in London­ gelassen. Er selbst hätte keinen Bock, selbst einen Streit zu Publicityzwecken zu inszenieren. Hat er auch nicht nötig. Das Album wird sich auch so bestens verkaufen. Die Tatsache, dass Superproduzent Mark Ronson seine Finger im Spiel hat, schadet sicher nicht. Dabei wollten sie erst gar nicht mit ihm zusammenarbeiten, wie Wilson verrät: „Er kam auf uns zu, nicht umgekehrt.“ Vielleicht wäre es an der Zeit, dass Oasis mal den Mund halten.

Mehr Musik- und Event-Tipps finden Sie in der Oktober-Ausgabe der WIENERIN.

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Eigentlich wollten die Kaiser Chiefs es nur schaffen, 2003 am Festival ihrer Heimatstadt Leeds spielen zu dürfen.

Best of British:
extern_link Bloc Party:Intimacy
extern_link Kaiser Chiefs:Off with Their Heads
extern_link Keane:Perfect Symmetry
extern_linkOasis:Dig Out Your Soul
extern_link Queen:The Cosmos Rocks

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