The Company You Keep

Über 60 und keine Rolle im neuen Robert Redford-Thriller? Hier ist eben nur Platz für die "60Plus-Elite": Nick Nolte, Sam Elliott, Richard Jenkins, Susan Sarandon und Julie Christie als untergetauchte Idealisten im Kampf für eine bessere Welt. Shia LaBeouf bringt das FBI nach 30 Jahren auf ihre Spur …

Als die Handschellen klicken, wird mehr als nur ein Leben zerstört: Über 30 Jahre lang war die wegen Raubüberfalls mit Todesfolge gesuchte Terroristin Sharon Solarz (Susan Saradon) ihrer Verhaftung entgangen. Der Zufall spielt das Ex-Mitglied der linksextremen Untergrundorganisation "The Weathermen" dem FBI ins Netz.

The Company You Keep - Die Akte Grant

Brille auf, Aufnahmegerät an: Nur dem Provinzjournalisten Ben Shepard (großartig: Shia LaBeouf) gelingt es zu Solarz durchzudringen. Das macht ihn zwar für das FBI verdächtig, liefert ihm aber landesweit fette Schlagzeilen.
Bei seinen Recherchen stößt Shepard auf den auf Bürgerrecht spezialisierten Anwalt Jim Grant (Robert Redford). Eine Verbindung zu den Weathermen ist ihm nicht nachzuweisen. Trotzdem ist an Grants Unwillen, sich des Falls Solarz anzunehmen, irgendetwas faul. Spätestens als der enttarnte Anwalt in einer Nacht-und-Nebel-Action samt Tochter verschwindet, wird dem FBI klar, dass Shepard auch hier wieder den richtigen Riecher gehabt hat. Jim Grant ist ab nun offiziell Freiwild.

Pech für den leitenden FBI-Ermittler (Terence Howard), denn wenn auch die meisten Ex-Mitglieder (Sam Elliott, Nick Nolte, Richard Jenkins, Julie Christie) der Weathermen inzwischen tot oder inhaftiert sind, ihr ausgeklügeltes Netzwerk funktioniert wie durch Geisterhand immer noch bestens ...

Schnarch! Nach ungefähr 30 von 122 Minuten ist klar, was hier gespielt wird. Mag die Auseinandersetzung mit den dunklen Kapiteln der US-Geschichte verdienstvoll sein, hier wird weder richtig aufgeklärt noch toll unterhalten.
Spitzenschauspieler wie Nick Nolte, Susan Saranadon und Sam Elliott haben zu kleine Rollen. Nur La Beouf und Regisseur Redford dürfen glänzen. Der wahre Terror in diesem Film ist das bis zur Unkenntlichkeit operierte Gesicht von Julie Christie samt Schlauchboot-Lippen. Hilfe, Polizei!
Die ursprünglich als friedliche Protestgruppegegen den Vietnam-Krieg ins Leben gerufene, linksextreme, militante Untergrundorganisation war Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre aktiv und verübte mehrere Anschläge gegen Regierungsgebäude.

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