CO2-Kompensation: Bei welchen Anbietern es am meisten bringt

Mit einem Aufpreis bei Flugbuchungen soll man Emissionen einfach ausgleichen können, aber: Wie funktionieren CO2-Kompensationen und was bringen sie tatsächlich?

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Flugscham, die

Mittlerweile gibt es ein Wort, das das Gefühl beschreibt, wenn man sich nach einer Flugbuchung schlecht fühlt: Flugscham. Aber Zahlen zeigen: Auf umweltfreundlichere Alternativen umsteigen oder gar auf Flüge zu verzichten, ist für die wenigsten einen Option, aber mit dem Setzen eines Häkchens beim Buchungsabschluss soll der Schaden für die Umwelt zumindest minimiert werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter für Kompensations-Zahlungen. Nicht alle sind so sinnvoll wie sie wirken; das zeigt jetzt die Stiftung Warentest, die sechs Plattformen unter die Lupe genommen hat.

Was ist C02-Kompensation?

Kohlendioxid verhindert, dass Wärme ins Weltall entweicht und trägt somit wesentlich zur Klimakatastrophe bei. Auf einer individuellen Ebene heißt das: Wer viel fliegt, lebt CO2-technisch auf großem Fuß. Durch einen einzigen Langstreckenflug wird so viel CO2 ausgestoßen wie wir im Durchschnitt pro Jahr verbrauchen – mit Heizung, Ernährung und allem inklusive. Kompensations-Anbieter berechnen bei Flugbuchungen, wie man einen Ausgleich schaffen könnte. Genau genommen wird dabei nicht nur der CO2-Ausstoß gemessen, sondern sämtliche Treibhausgase, die dann in CO2-Äquivalente umgerechnet werden.

Für ebendiese CO2-Äquivalente wird in einem weiteren Schritt berechnet, wie viel Geld in Nachhaltigkeitsprojekte fließen muss, um den Negativeffekt aufs Klima zu kompensieren. Die Ausgleichszahlungen fließen dann etwa in Aufforstungsprojekte oder in Projekte zur Förderung vom Einsatz von Solarlampen.

Wie viel kostet eine Flug-Kompensation?

Je nach Klimaprojekt müssen unterschiedlich hohe Kosten aufgebracht werden, um CO2 einzusparen. Die Kompensationsanbieter unterstützen oft mehrere Projekte, weshalb meistens ein Durchschnittspreis berechnet wird. Nach einem Vergleich von Zeit Online zahlt man aktuell zwischen 15 und 23 Euro, um eine Tonne ausgestoßenes CO2 zu kompensieren.

Weil die Preise variieren, ist es für Endverbraucher*innen schwierig zu erfassen, welche Anbieter tatsächlich am meisten für den Klimaschutz tun. Die Stiftung Warentest hat sechs Organisationen nach drei Parametern untersucht: Qualität der Kompensation, Transparenz sowie Leitung und Kontrolle. Das heißt, dass auch in das Gesamturteil eingeflossen ist, wie sich die Anbieter intern organisieren, sprich: Verhindern die Strukturen, dass Geld veruntreut wird? Gibt es interne oder externe Wirtschaftsprüfung? Drei von sechs getesteten Organisationen machen das sehr gut, zwei sind nur ausreichend.

Wo Kompensationszahlungen am meisten bringen

Testergebnis

Die Tabelle zeigt: Insgesamt überzeugen nur Atmosfair und Primaklima in allen Bereichen. Von KlimaManufaktur und Arktik rät die Stiftung Warentest ab. Den gesamten Testbericht gibt es hier.

 

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