"Clearly in Mode": Warum Statement-Shirts so super sind

Die Steigerung eines Shirts ist ein Shirt mit einer Message. Davon gibt 's ja im Moment viele. Wir brauchen sie auch.

Leiberl mit Benefits

Ein T-Shirt ist schon lange nicht einfach nur ein T-Shirt. Für viele Menschen ist die Suche nach dem perfekten Leiberl wie die Jagd nach einem Einhorn: Der Kragen muss passen, es darf nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein; die Ärmel dürfen nicht zu eng oder zu locker sitzen und das Material muss atmungsaktiv und im Idealfall auch fair produziert sein. Ich sag ja: ein Einhorn. Wobei ich mittlerweile bei fast allem Kompromisse eingehen kann, aber beim Stoff nicht mehr. Nichts macht mich wahnsinniger als ein Shirt, in dem ich wegen des zu hohen Polyesteranteils zu schwitzen beginne, bevor ich es überhaupt richtig angezogen habe. Sorry, can't do. Aber darum geht's hier auch gar nicht.

Vielmehr möchte ich über einen Trend reden, den Paris Hilton in den Nullerjahren ins Leben gerufen hat und von dem ich hoffe, dass er für immer bleibt: Statement-Shirts. Nicht Oberteile mit viel Deko oder ausladenden Schulterpolstern, sondern die mit einer Message.

Passiv-aggressiv, but make it fashion!

Der Gedanke, dass ich mein Herz nicht nur auf meiner Zunge, sondern auch auf meinem Shirt tragen kann, macht mich irgendwie happy. So kann ich die Welt wissen lassen, was ich denke und wofür ich stehe, ohne viel sagen zu müssen.

Ich muss mich ja nicht mal darauf verlassen, dass mein Gegenüber mir zuhört -solange es lesen kann und die Sprache des Statements beherrscht. Zugegebenermaßen eine leicht passiv-aggressive Art und Weise, eine Botschaft unter die Leute zu bringen, aber hey, it's Fashion! Da ist ja bekanntlich alles erlaubt.

Support small Businesses!

So habe ich in meinem Kleiderschrank mittlerweile mehr Shirts mit Message als ohne, und die kommen oftmals von kleinen Labels, die man mit dem Kauf unterstützt. Die wiederum benutzen meist T-Shirts, die fair produziert wurden. Wenn ihr mich fragt, eine Win-win-Geschichte.

Außerdem bin ich letztens auf der Straße einer Frau begegnet, die dasselbe Kids of the Diaspora-Shirt anhatte wie ich - ein von zwei meiner Freundinnen geführtes Movement, das quasi ein Safe Space für Menschen mit Migrationshintergrund und deren Allies ist. Jedenfalls haben besagte Frau und ich relativ zeitgleich festgestellt, dass wir das Oberteil tragen, und uns sichtlich gefreut. Wir kannten einander nicht, sind auch aneinander vorbeigegangen -aber eben mit einem Lächeln. Und wenn es kein Lächeln ist, dann regt es vielleicht zum Nachdenken an. Ein Leiberl mit Benefits eben.

 

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