Citytrip Meran

Die Südtiroler Stadt Meran kann ihren italienischen Flair nicht verheimlichen - will sie wohl auch nicht. Bei gezählten 300 Sonnentagen im Jahr wäre das ohnehin unmöglich. Doch selbst wenn man die Sonnenbrille einmal nicht benötigt, erfreut man sich an Schönem, an Kunst und Design. Bella Italia eben!

Freitag, 14.00:

Dunkle Wolken ziehen am Himmel zusammen. Vorsichtshalber halte ich schon den Regenschirm gezückt. Doch die Menschen hier in den Straßen Merans lassen sich nicht beirren: Sie klappern in Highheels über die Pflastersteine der engen Gassen, schlürfen in den zahlreichen Cafés ihre Espressi, drücken sich in ihren kleinen Autos – ganz heißblütige Fahrweise – auch noch bei Rot über die Kreuzung.

Meran kann seinen südlichen Flair nicht verheimlichen (will es wohl auch nicht). Spürbar ist Italien aber vor allem in der Kunst und im Design, bei dem sich alte, denkmalgeschützte Bauten mit moderner "Arte" gelungen verbinden.

Meran Kunst

Wer mit der Kunst in Meran auf du und du gehen möchte, kann das schon bei der Übernachtung tun. Im Vierstern-Kunst-Hotel “ImperialArt”mitten in der Innenstadt schläft man in einem von 11 Zimmern, die von drei lokalen KünstlerInnen gestaltet wurden. Jedes Einzelne erzählt eine andere Geschichte: Da liegt man in einem unterm Sternenhimmel, im anderen darf man in der glorreichen Vergangenheit schwelgen und ins berühmte Luxushotel Bristol der 50er Jahre reisen. Alt und neu gehen auch hier eine gelungene Partnerschaft ein, wenn Original-Jugendstil-Kleiderhänger an den Wänden neben modernen Designtischen eingesetzt werden.

Meran Kunst
Meran Kunst
CityTipp Meran Kunst
Meran ist nicht nur einen City-Trip wert, es lohnen sich auch Ausflüge in die Umgebung: Zum Beispiel zum Kunst-Labyrinthgarten Kränzelhof. Dort kann man nicht nur sehr gut essen und trinken, sondern einen ganzen Nachmittag im Grünen verbringen.
Oder man spaziert auf einem der Waalwanderwege entlang der alten Flüsse.

Gleich ums Eck – wie es in Meran so ist - befindet sich die Kunst Merano Arte. “Unser Anspruch ist es einerseits, internatonale Kunst nach Meran zu bringen”, erzählt PR-Dame Ursula Schnitzer Scherer, “andererseits geht es aber auch darum, KünstlerInnen aus Meran eine Plattform zu geben.” Letztere werden auch in der ES Gallerygefördert, die man in den "Lauben", der längsten Einkaufsmeile der Stadt, schnell übersieht.

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Apropos Shopping: In Meran gibt es nicht nur Kreatives zum Sehen, sondern auch zum Kaufen. Im Laden der Kunst Merano Arte werden Schmuck, Bücher und andere Souvenirsangeboten, die größtenteils aus der Region stammen.

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Ausschließlich Südtiroler Produkte kann man im neuen PUR erleben: Nicht nur Handwerk, auch jede Menge Lebensmittel – schließlich sind wir ja im Genussparadies Südtirol – lassen sich dort verkosten und erwerben.

Für beides ist auch das Seibstock in den Lauben bekannt, der Meraner Inbegriff des kulinarischen Genusses. Wie der Familienbetrieb aus dem Jahr 1890 ist auch die Parfümerie Kikinger in den Lauben 165 nicht wegzudenken: Seit jeher erfreuen sich Groß und Klein an den prachtvoll mit Kerzen, Blumen, Seifen & Co. dekorierten Schaufenstern, die in den traditionellen Jugendstil-Laden locken. Ein Neuzuwachs in der Meraner Shoppingszene ist hingegen die Prachtstube des Labels Snowflys. Kreatives Highlight: Man kann sich dort T-Shirts und Pullis innerhalb von fünf Minuten mit verschiedenen Motiven bedrucken lassen.

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Nach so viel Kunst und Shopping gibt es nur Eines für den perfekten Ausklang: Entspannen in der Therme, schließlich ist ja morgen auch noch ein Tag!

Samstag, 14:00: Die Sonne macht dem Ruf Merans, 300 Sonnentage vorzuweisen, alle Ehre. Statt der Regenschirme ist heute die Sonnenbrille angesagt. Die Szenerie ist dennoch dieselbe: Die Straßen Merans sind auch an diesem Tag voll. Einziger Unterschied: Heute sitzen die Leute draußen, auf den Stühlen und Bänken vor den Kaffeehäusern....

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