Chronischer Vaginalschmerz, der oft unerkannt bleibt

Die National Vulvodynia Association (NVA) macht jetzt in einer Kampagne auf eine Frauenkrankheit aufmerksam, die leider viel zu oft unerkannt bleibt.

Was ist Vulvodynie?


Vulvodynie die Bezeichnung für Schmerzzustände im Bereich der äußeren, primären Geschlechtsorgane einer Frau, für die oft keine erkennbaren Ursachen gefunden werden können.

Die Symptome, die Frauen dabei empfinden, werden als unterschiedlich beschrieben: sie reichen von einem Brennen, stechendem Schmerz, Jucken bis hin zu Irritationen. Sie können nur während dem Sex auftreten (oder etwa wenn ein Tampon eingeführt wird, zu enge Kleidung getragen wird etc.) - aber auch ständig da sein. Bei Berührung werden sie jedoch besonders schlimm.

Die Ursachen sind ungewiss


Die Ursachen der Krankheit sind ungewiss und meist wird gar keine Ursache gefunden. Manchmal werden Hauterkrankungen wie Pilzinfektionen, Feigwarzen (Kondylome) oder auch Reizzustände der Haut beispielsweise durch Seifen, Pflegemittel oder Intimpflegemittel dafür verantwortlich gemacht. Jedoch gelten auch psychische Krankheiten als Auslöser - etwa Depressionen.

Die Diagnosezahlen, die die NVA kritisiert, sind erschreckend: Unter jenen Frauen, die an Vulvodynia leiden, werden nur 40 Prozent korrekt diagnostiziert (nach ein oder zwei Arztbesuchen). 36 Prozent müssen drei oder mehr ÄrztInnen sehen, um die richtige Diagnose zu erhalten - und 25 Prozent sehen vier oder mehr ÄrztInnen, ohne jemals korrekt diagnostiziert zu werden. Das führt zur Isolation jener Frauen, die nicht wissen, was mit ihrem Körper los ist.

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