Christoph Waltz

Der Oscar-Gewinner Christoph Waltz im Interview.

Wie war die Erfahrung, seit Anfang des Jahres in das ganze amerikanische Awards-System integriert zu sein?
Verwirrend, verblüffend, es ist fantastisch, anstrengend. Es hat lange gedauert und ich konnte mir nicht vorstellen, dass es irgendwann so sein würde wie jetzt. Es war fantastisch. Morgen wird es mir wahrscheinlich leid tun, dass es vorbei ist.

Was hätten Sie als Frischling gerne gewusst, was Sie aber erst jetzt als erfahrener Schauspieler wissen?
Alles. Wenn man startet, träumt man davon und dann startet man für eine lange Zeit nicht. Man lernt die Realität kennen, also vergisst man das wieder. Dann trifft man jemanden wie Quentin, und er bringt einiges von dem zurück, was man eigentlich vorhatte zu tun. Das das hier das Ergebnis ist, das Ergebnis sein würde, daran habe ich nie gedacht.

Von dem Zeitpunkt, als Sie von Quentin Tarantino angeheuert wurden bis zum heutigen Tag, haben Sie das kommen gesehen? Haben Sie sich gedacht "Mann, das ist gut. Ich könnte einen Oscar bekommen"?
Das sind zwei verschiedene Dinge. Ich wusste, dass es gut war. Aber das hier habe ich nicht kommen gesehen, definitiv nicht. Ich war zu beschäftigt. Es war viel zu viel zu tun, ich konnte nicht an Awards denken. Ich würde, wenn Sie erlauben, jedem beginnenden Schauspieler raten, nicht an Awards zu denken, wenn man seinen Job startet.

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