Christl Clear sagt Aufwiedersehen zur WIENERIN

Schön war’s, schnell war’s vorbei. Unsere Kolumnistin Christl Clear sagt Goodbye...for now!

Christl Clear

Man soll ja ­bekanntlich dann aufhören, wenn’s am ­schönsten ist! Aber das tue ich trotzdem nicht. Stattdessen höre ich lieber auf, wenn ich merke, dass mir die Inspiration für diese Kolumne abhandengekommen ist. Ich möchte euch nicht Monat für Monat einen Text zu­muten, in dem ich mich aufrege oder euch zum ­wiederholten Mal ans Herz lege, das zu tragen, worauf ihr Lust habt – also wird diese Kolumne meine vorerst letzte sein, und ich verspreche, es liegt an mir, nicht an euch.

Nachdem ich euch offenbart hatte, dass ich meine Jeans oft in der Herrenabteilung kaufe, weil mein Hinterteil den Rahmen der für Frauen geschnittenen Denims sprengt, haben wir auch darüber gesprochen, dass die Modewelt sich gern mal die Rosinen rauspickt und nicht alle gleichbehandelt – Stichwort Kopftuch. Wir haben aber auch thematisiert, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss, dass Secondhandmode oft einfach die bessere Lösung ist, viele modische Hypes eben einfach nicht mehr sind als Hypes und die Fashionworld auch ein neues Wort für bunte Outfits erfunden hat, nämlich "Dopamine Dressing". Und das waren jetzt nur einige von zahlreichen Themen, die wir hier im Rahmen der Kolumne besprochen haben.

Moving on.

Und jetzt ist es Zeit, weiterzuziehen und für jemanden Platz zu machen, der*die frischen Wind in ­diese Kolumne bringt und euch mit Sicherheit genauso info­tainen wird, wie ich es getan habe. Aber diese ganze ­Sache hätte nicht annähernd so viel Spaß gemacht ohne euch, liebe Leser*innen: Ob via E-Mail, Privatmessage auf Instagram oder Kommentar, es war fast immer eine schöne Erfahrung, sich auszutauschen. So wie es vielen von euch gut getan hat, zu lesen, wie eine Frau, die nicht normschön, gertenschlank und Teil der Mehrheitsgesellschaft ist, versucht, sich durch die manchmal wenig inklusive Welt der Styles und Looks zu navigieren, so inspirierend war es oft, eure Geschichten, Sorgen, Erfahrungen und Meinungen zu lesen und manchmal auch Looks von geschickt zu bekommen. Vielen Dank dafür!

Versprecht es mir!

In diesem Sinne danke ich auch dem Wienerin-Team, das mir diese Plattform gegeben hat – ich weiß das sehr zu schätzen. Und bevor wir jetzt endgültig Adieu zueinander sagen (zumindest, was diese Kolumne betrifft), versprecht mir, dass ihr euch von der Modewelt niemals unter Druck setzen lasst. Tragt, worauf ihr Lust habt. Egal, was unsere Gesellschaft uns vorschreiben möchte: DU solltest deine größte Inspiration sein!

 

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