Christl Clear: Capsule for the win!

Neue Winteroutfits, ohne auch nur einen Cent dafür zu bezahlen? Ist absolut machbar! Lies einfach weiter.

Capsule for the win

Hallo, mein Name ist Christiana, ich gehöre zu den Menschen, die ihre Kleidung nicht je nach Jahreszeit wegräumen – und das, obwohl ich weiß, dass das zum guten Mode-Ton gehört. Aber auch diese Regel wartet nur darauf, gebrochen zu werden! Erstens, weil ich schlicht und einfach zu faul bin, und zweitens, weil ich mein Gewand gern um mich habe. Mehr oder weniger fein säuberlich zusammengelegt oder auf Kleiderhaken in meinem Kasten aufgehängt, aber definitiv dort, wo ich es sehen kann. Es ist eine merkwürdige Angewohnheit, ich weiß, aber ich schiebe es jetzt einfach mal auf die Tatsache, dass ich bis in meine frühen Teenagerjahre die alten Sachen meiner großen ­Schwester tragen musste und vielleicht ­deshalb jetzt immer im Blickfeld haben möchte, was ich an modischen Teilen besitze. Und wie ich letztens beim Ausmisten feststellen musste, ist das einiges.

Show me what I got

Wenn nicht sogar zu viel. Über die Jahre hat sich da vieles ­angesammelt – vor allem auch Teile, die ich komplett vergessen habe. Die kann man dann wiederum für neue Outfits einsetzen, oder auch einfach für alte, die sich vorher gut bewährt haben. Dafür braucht es allerdings meist Kleidungsstücke, die nicht übertrendy sind. Ihr wisst schon, die, die man im Normalfall öfter und vor allem länger als eine Saison trägt.

Das müssen jetzt nicht unbedingt die klassischsten Basics sein, es kann ruhig etwas "Fetzigeres" sein, auf das ihr in fünf Jahren rein modisch auch noch Lust habt. Im ­Fachjargon nennt man das eine "Cap­sule-Garderobe". Wobei ich nicht sicher bin, ob ich meinen Fundus so nennen darf – schließlich sprenge ich den Rahmen der 30 bis 40 Teile pro Jahreszeit, die man untereinander gut und vor allem leicht kombinieren kann. Das ist nämlich das Konzept dahinter.

Mode aus der Kapsel

In meinem Fall handelt es sich wohl um die Supersize-Version dieser nachhaltigen und vor allem sinnvollen Art und Weise, den eigenen Kleiderschrank zu managen. Wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass ich bis vor nicht allzu langer Zeit gerne mal extratrendige Teile gekauft habe, die ich dann ein paar Monate später auf einer der zahlreichen Onlineplattformen verkauft habe.

Übrigens sind Sellpy, Vestiaire Collective, Vinted, Willhaben und Co fabelhafte Alternativen, um Schrank­leichen zu verkaufen. Des einen Ballast ist des ­anderen Fashion-Keypiece! Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss schauen, wie ich meinen quietschgelben Roll­kragen diese Saison am besten kombiniere.

 

Aktuell