Christbaum-Mythen: Was wirklich stimmt und worauf Sie achten müssen

Ohne ihn ist Weihnachten einfach nicht Weihnachten: Es braucht den Baum. Nur welchen? Und wie stellt man es an, dass er nicht schon vor dem Heiligen Abend den Geist aufgibt? Die wichtigsten Fakten.

Auf ihn zu verzichten, ist schwierig, fast schon unmöglich: Der Christbaum ist die beliebteste und für viele wichtigste Dekoration zu den Festtagen. Umso mehr ärgert es, wenn der Baum schnell schlapp macht und seine Nadeln verliert.

Wir gehen den oft genannten Tipps auf die Spur.

Sollte man den Baum möglichst spät kaufen?

Nun gut, erst am 24. Dezember tätig zu werden, ist sicher keine gute Idee. Aber es stimmt: Je später der Baum geschlagen wurde und je kürzer er lagern muss, desto länger hält er sich natürlich. An der Schnittstelle erkennt man, dass es sich um einen frisch geschlagenen Baum handelt. Ist diese noch hell, wurde er erst vor kurzem abgesägt. Man sollte auf gleichmäßig gefärbte und kräftig-grüne Nadeln achten, die keine braunen Spitzen haben. Sie sollten auch fest sitzen, wenn man sie gegen den Strich bewegt.

An einer hellen Schnittfl�che erkennt man einen frischen Christbaum

Sollte man den Baum auch möglichst spät ins Haus holen?

Auch für das Aufstellen gilt: Später ist besser. Denn im warmen Raum trocknet der Baum mit der Zeit einfach aus. Am besten ist, ihn einen Tag vor dem Schmücken aus dem Netz zu holen und an seinen Platz zu stellen. Dann haben die Zweige Zeit, sich zu senken, und sie lassen sich leichter schmücken.

Am einfachsten geht das Aufstellen, wenn man den Baum samt Netz in den Ständer stellt und dann erst das Netz von unten nach oben aufschneidet und abnimmt. Zuvor wird der Stamm noch zwei bis drei Zentimeter angeschnitten. Übrigens, wer vom Aufstellen Harz an den Händen hat: Mit Baby- oder Pflegeölen geht dieses leicht von der Haut ab.

Lagert der Baum bis dahin am besten im Netz?

Ja, sagen Christbaumanbauer. Der Baum im Netz steht möglichst an einem vor Sonne und Wind geschützten Ort im Freien oder in der kühlen Garage. So verdunstet der Baum weniger Wasser und bleibt frischer. Der Stamm steht in einem Kübel Wasser.

Muss man den Baum gießen?

Ja und das nicht wenig. Von täglich bis zu zwei Litern für einen zimmerhohen Baum gehen Christbaumanbauer aus. Dafür braucht der Baum natürlich einen entsprechenden Ständer, in den das Wasser kommen kann. Dazu ist wichtig, dass der Baum nicht unnötig ausgetrocknet wird, was an einem Standort in der Nähe einer Heizung oder des Ofens passiert.

Lässt Zucker im Wasser den Baum länger leben?

Hier gehen die Meinungen der Experten auseinander. Manche Experten raten, einen Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch in das Wasser zu geben. Andere Experten halten wenig von solchen Hilfsmitteln. Zwar schade Zucker oder ein Frischhaltemittel im Wasser nicht, aber der Baum bleibe damit auch nicht länger frisch, sagen sie. Aber manch empfohlenes Hausmittelchen beschleunigt das Absterben sogar: Das Glyzerin im Frostschutzmittel verfärbt den Baum braun-rot, und es können sich Schimmelpilze im Wasser bilden.

Ist die Nordmanntanne der beste Baum?

Die Nordmanntanne hat Vorteile: Sie hält sich lange, die Nadeln stechen nicht. Aber sie ist auch am teuersten. Die Blaufichte dagegen ist mittelgut haltbar. Ihre starken Äste eignen sich besonders für schweren Weihnachtsschmuck. Ein weiteres Plus: Die Nadeln duften herrlich - stechen nur leider.

Die gut haltbare Edeltanne hat weiche, blaugrüne Nadeln, die nach Orangen duften. Der Duft lässt sich sogar noch intensivieren, indem man die Harztaschen am Stamm ansticht. Die Fichte ist preiswert, hält sich allerdings weniger gut als die anderen Bäume. Die Douglasie riecht angenehm nach Zitrone und hat weiche Nadeln. Allerdings sind ihre Zweige schwach, weshalb nur leichter Schmuck daran hängen sollte. Die Kiefer bleibt lange frisch und duftet schön nach Wald.

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