Check: Booty Barre

Ein neues Training aus dem USA erreicht Österreich: Booty Barre heißt das Workout, das jeden Hindern zum Knackarsch machen soll. Wie? Mit einer intensiven Mischung aus Pilates, Yoga, Tanz und Intervallen zum Muskelaufbau an einer Ballettstange. Typischich.at hat das Training getestet, welches in Übersee die Stars fit hält.

Sängerin Madonna macht es, Schauspielerin Natalie Portman (Star Wars, Black Swan) und sogar Actress Zooey Deschanel (Serie New Girl) formt ihre Figur damit: Booty Barre. Ich fühle mich also in bester Gesellschaft als ich das Workout ausprobieren gehe.

In den USA hat das von der Amerikanerin Tracy Mallett entwickelte Training schon zahlreiche Anhänger gefunden. Der Mix aus Yoga, Pilates, Tanz und Elementen zum Muskelaufbau hat dort genau den Nerv der Zeit getroffen. Denn wie so oft im Leben heißt es Nomen est Omen: Booty steht für Popo und Barre für die Ballettstange, an der trainiert wird. Kurz das Workout verheißt eine heiße Figur mit knackigem Hintern durch ein Training an der Stange. Ob es dieses Versprechen auch halten kann?

Die Stunde, die ich besuche, findet im Floor A, einem kleinen Fitnessstudio in der Nähe des Bahnhofs Hütteldorfs im 14. Bezirk in Wien statt. Geleitet wird sie von Laura, die als Trainerin für Pilates und Booty Barre arbeitet und erst vor Kurzem von einem fünfjährigen Aufenthalt aus den USA zurück gekommen ist, wo sie ihre Ausbildung gemacht hat.

Die Stunde der Wahrheit

Alles beginnt mit einem Aufwärmen im Stand mit allen möglichen Übungen mit und ohne Hanteln. So kommt einerseits der Kreislauf in Schwung, andererseits bereiten die Bewegungen sämtliche Muskelgruppen auf das vor, was dann folgt: Das Training an der Ballettstange.

Während die anderen Teilnehmer schon zu den Booty Barre Fans gehören und genau wissen, was sie tun, bin ich die einzige Neue in der Stunde. Nicht einmal als Kind habe ich Ballett gemacht, deshalb sind mir die typischen Fußhaltungen wie Plié, Demi-Plié oder Grand-Plié auch völlig neu. Letzten Endes ist das aber auch egal, da die Ansagen nicht auf Französisch erfolgen und es reicht, das nachzumachen, was ich sehe. Es wird viel auf den Zehenspitzen gestanden, die Ober und Unterschenkel werden oft fest aneinander gepresst und vor allem liegt der Fokus auf dem bewussten Anspannen der Muskulatur. Die Ballettstange hilft bei den Übungen das Gleichgewicht zu halten. Zwischendurch erinnert uns Trainerin Laura regelmäßig daran, die Bauch- und Pomuskeln anzuspannen.

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Floor A
Bergmillergasse 5
1140 Wien

Schon nach kurzer Zeit merke ich, wie die Muskeln arbeiten. Im Unterschied zu anderen Fitnessstunden, in denen Bewegungsabfolgen schnell aneinander gereiht werden und kaum Zeit zum Überlegen bleibt, welche Muskeln angespannt sein sollten, wird hier sehr bewusst gearbeitet. Die Bewegungsabläufe, die wiederholt werden, sind kürzer, dafür sehr effektiv. Keine Muskelgruppe wird ausgelassen: Füße, Po und Bauch sind ohnehin immer beteiligt, aber auch Arme und Oberkörper kommen nicht zu kurz. Trainerin Laura bessert laufend falsche Haltungen aus. Die letzte Viertelstunde des 90-minütigen Trainings wird noch einmal ordentlich gedehnt.

Fazit

Ein sehr effektives Training, auf das am Tag danach ein kleiner - aber überraschend angenehmer - Muskelkater folgt. Dieser ist gerade so stark, dass klar wird, dass ich trainiert habe.

Bewertung Booty Barre im Floor A in Wien

Wirkung: Ein sehr effektives Ganzkörpertraining mit dem Fokus auf genaue Ausführung der Übungen.


Spaßfaktor: Mittel.


Kosten: Die Schnupperstunde im Floor A ist gratis, danach gibt es Mitgliedschaften ab € 49 pro Monat.


Preis-Leistung: Sehr gut. Es ist nicht so mitreißend wie z.B. Zumba, es werden sicher auch weniger Kalorien verbrannt, dafür ist bei regelmäßigem Besuch mit schönen Körperkonturen zu rechnen. Trainerin Laura achtet auch sehr genau darauf, dass alles richtig gemacht wird. Und wer jede Woche hingeht, zahlt nicht mehr als bei einem Zehnerblock, zudem noch andere Stunden angeboten werden bzw. an den Geräten trainiert werden kann.

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