CBD im Einsatz bei psychischen Problemen

Seit mehr als 5.000 Jahren wird Cannabis als Heilpflanze genutzt. Schon damals wurde sie unter anderem bei Entzündungen, Infektionskrankheiten sowie Stoffwechselstörungen eingesetzt. Außerdem galt Marihuana als beliebtes Rauschmittel.

Nataliya Vaitkevich von Pexels

Zwar war lange Zeit die genaue Funktionsweise der Hanfpflanze im medizinischen Bereich nicht bekannt, trotzdem verließen sich viele Menschen gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf ihre positive Wirkung. Mit der Entdeckung, Extraktion und Erforschung von Cannabidiol (CBD) erlangte die weibliche Hanfpflanze weitere Berühmtheit.

Legalität von CBD-Produkten

Im Unterschied zu THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBD nicht berauschend. Ersteres ist zwar auch in Cannabidiol-Produkten wie CBD-Öl und Co. enthalten, es darf jedoch in Österreich den Wert von 0,3 Prozent nicht überschreiten. Cannabidiol-Mittel kommen insbesondere bei verschiedenen körperlichen Beschwerden zum Einsatz. Darüber hinaus werden gute Erfahrungen bei der Linderung von Ängsten und psychischen Leiden gemacht. In unserem Land ist es legal, sowohl CBD-Produkte zu kaufen als auch zu besitzen und zu konsumieren. Verboten ist ihr Verkauf jedoch, wenn sie als Kosmetikartikel oder Lebensmittel gekennzeichnet sind. Aus diesem Grund stehen die CBD-haltigen Mittel zurzeit ausschließlich als reine Aromaerzeugnisse im Angebot.

Verschiedenste Einnahmemöglichkeiten

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Arten von CBD-Produkten, darunter:

Wer den etwas strohigen Geschmack von CBD-Öl nicht mag, kann auf Kapseln oder Tabletten zurückgreifen. Raucher drehen sich die zerkleinerten Blüten in eine Zigarette, während Dampfer gerne eine Shisha oder einen Vaporizer nutzen. CBD-Blüten, Öl und Kristalle können außerdem in Lebensmittel und Getränke integriert werden – zum Beispiel in Backwaren, Salate, Saucen und Smoothies.

CBD: natürliche Hilfe bei Ängsten und Co.

Es gibt zahlreiche Menschen, die mit innerer Unruhe sowie Angst- und Panikattacken zu kämpfen haben. Auch Depressionen sowie Burnouts sind leider keine Seltenheit. Derartige Erkrankungen werden oft vom Umfeld weder wahrgenommen noch anerkannt, teilweise sogar belächelt. Viele Betroffene fühlen sich deshalb allein gelassen und trauen sich nicht, mit anderen darüber zu sprechen. Angst ist grundsätzlich eine natürliche Körperreaktion in Gefahrensituationen. Oftmals lösen jedoch bereits geringe Reize ein ungewöhnlich starkes Angstgefühl bis hin zur Panik aus. Häufig auftretende Symptome sind in diesem Fall unter anderem:

  • Antriebslosigkeit
  • erhöhter Blutdruck und Puls sowie Schwindelgefühl
  • starker Leidensdruck

Entscheidet man sich, zum Arzt zu gehen, werden in der Regel Antidepressiva verschrieben, die zum Teil mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden sind. Dagegen handelt es sich bei CBD-Produkten um natürliche Präparate, die nur selten bzw. mit harmlosen Begleiterscheinungen einhergehen.

Wie wirkt CBD bei Panikattacken und Angststörungen?

CBD interagiert mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System. Es verfügt über Rezeptoren, Hormone sowie andere Botenstoffe docken dort an und senden Reize an unser Gehirn. In der Regel findet die Ausschüttung von angstauslösenden Stoffen in unserem Körper statt, wenn wir durch äußere Reize Extremsituationen wahrnehmen. Bei Menschen, die unter Angststörungen leider, ist dieser natürliche Vorgang jedoch gestört. Infolge dessen treten Angstanfälle und Panikattacken auf, selbst, wenn es sich um eine kaum bedrohliche Gefahr handelt.

Aufgrund seiner entspannenden und beruhigenden Wirkung beeinflusst CBD das Endocannabinoid-System positiv. Es sorgt für eine Eindämmung der Botenstoffe, wodurch das Angstgefühl abgeschwächt oder sogar überhaupt nicht auftritt. Die Einnahme von Cannabidiol-Produkten ist sowohl vorsorglich als auch bei akuten Beschwerden möglich. Wer CBD-Liquid verdampft oder raucht, erzielt einen sofortigen Effekt, er hält jedoch nur etwa zwei bis vier Stunden an. Öl hingegen zeigt nach etwa 15 Minuten Wirkung mit einer Dauer von vier bis sechs Stunden.

 

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