CBD für das Wohlbefinden, klingt gut, ist es das auch?

CBD (Cannabidiol) ist seit einigen Jahren sprichwörtlich in aller Munde. Für viele Anwender ein Wundermittel, für Skeptiker ein unnachvollziehbarer Hype und irgendwo dazwischen legen diverse Studien nahe, dass es für Mensch und Tier vorteilhaft sein könnte, sich umfassender mit den Wirkungsweisen des kleinen, nicht halluzinogenen Bruders des THC zu beschäftigen.

CBD

Was genau ist eigentlich CBD und welche Wirkungen kann es haben?

Cannabidiol ist eines von mehreren Phytocannabinoiden, welches – neben dem vermutlich allseits bekannten Tetrahydrocannabinol (THC) in der seit Jahrtausenden vom Menschen zu unterschiedlichen Zwecken genutzten Hanfpflanze vorkommt. Im Gegensatz zu THC verfügt CBD jedoch über keinerlei psychoaktive Wirkung.

Cannabidiol entfaltet seine Wirkung unter anderem über Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 des Endocannabinoid-Systems im Gehirn, der genaue Signalweg ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.

Die Wirkung von CBD ist seit mehreren Jahren Gegenstand diverser Forschungsarbeiten, in einigen Studien zur medikamentösen Anwendung wurden bereits medizinisch relevante Datenlagen erreicht (z.B. Epilepsie bei Kindern, Alzheimer).

Über positive Auswirkung von CBD bei allgemeinen Schmerzzuständen (z.B. Regelschmerzen, Clusterkopfschmerz), Angstzuständen oder erhöhten Erregungslagen liegen derzeit in erster Linie Berichte von Anwendern vor, man darf also auf die diesbezüglichen Ergebnisse großangelegter Studien gespannt sein. Erste Erkenntnisse aus der Anwendung bei Nikotin- u. Opiat-Abhängigkeit geben Anlass zur Hoffnung, dass CBD zukünftig in diesem Bereich nutzbringend eingesetzt werden könnte.

Möglicher Nutzen ohne Risiko?

Meist ist die mögliche positive Wirkung einer Substanz mit dem Risiko von Nebenwirkungen verbunden.

Bei CBD ist das tatsächlich anders: bei vernünftiger Dosierung (und selbst darüber hinaus) wurden bei Cannabidiol bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet!

Und da legal erhältliche CBD-Produkte, deren THC-Gehalt in Österreich unter 0,3% liegen muss, keinerlei psychoaktive Wirkung aufweisen, besteht auch keinerlei Risiko für die Entwicklung einer Abhängigkeit.

Laut WHO ist die Anwendung von qualitativ hochwertigen CBD-Produkten bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen unbedenklich. Bei angepasster Dosierung gibt es laut des Berichtes der WHO aus dem Jahr 2018 keinerlei Nebenwirkungen, lediglich bei bestehender Medikation eines Anwenders kann es zu Wechselwirkungen kommen. Daher empfiehlt es sich für Personen, die längerfristig Medikamente einnehmen, die Anwendung von CBD mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Für Mensch und Tier?

Cannabidiol findet zunehmend auch für Haustiere Verwendung, es finden sich zahlreiche Berichte von Anwendern über eine Steigerung des Wohlbefindens etwa bei Umzügen, bei Neuaufnahme eines Tieres oder bei allgemeiner Ängstlichkeit oder Unsicherheit beispielsweise bei Hunden.

Die studienbasierte Datenlage für Tiere fällt allerdings noch deutlich magerer aus als bei den Menschen: Eine Studie von Gamble et. al 2018 untersuchte die Wirkung von Cannabidiol bei Hunden, die unter Osteoarthrose litten, bei dieser relativ kleinen Studie wurde jedoch eine deutliche Besserung der Beschwerden und eine zunehmende Aktivität der Hunde bei ausbleibenden Nebenwirkungen verzeichnet.

Ein weiterer Grund, zu hoffen, dass bald umfangreichere Studien auch bei unseren Haustieren durchgeführt werden, um eventuelle Einsatzgebiete des CBD herauszufinden und die ersten Ergebnisse abzusichern!

Wie, was und woher?

Die österreichische Rechtslage in Bezug auf CBD-Produkte ist ein wenig vage und beinhaltet für Produzenten und Vertrieb Grauzonen, da es sich nicht um Medizinprodukte, aber auch nicht um Nahrungsmittel per Definition handelt. Zusätzlich wechselt die Rechtsauffassung innerhalb der letzten Jahre recht häufig, was den Überblick erschwert.

Und wie so oft bieten die entstehenden Grauzonen Platz für unseriöse Anbieter, die auf den CBD-Zug aufspringen und Produkte anbieten, deren Herkunft nicht nachverfolgt werden kann und deren THC-Gehalt durchaus auch oberhalb der zulässigen Grenze liegen kann. Ein höherer THC-Gehalt kann aber ungewollt halluzinogene Wirkungen haben, was vor allem bei der Anwendung am Tier zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann. Weiters kann der Besitz des Produktes dann zu Problemen aufgrund des Suchmittelgesetzes führen.

Wer sich nun als potentieller Konsument erstmals mit den möglichen positiven Wirkungen dieses vielversprechenden Produktes der Hanfpflanze beschäftigt, steht vor einer fast unüberschaubar großen Vielfalt an Anbietern und einer entsprechend großen Produktpalette.

Aus Anwendersicht ist zumindest klar, dass der Besitz und Konsum von Cannabidiol-Produkten, die weniger al 0,3% THC aufweisen, erlaubt und somit nicht strafbar ist.

Häufige Darreichungsformen von CBD sind – um nur die wichtigsten zu nennen:

  • Reines CBD-Öl: dabei handelt es sich um ein Produkt, bei dem chemisch isoliertes Cannabidiol als Monosubstanz in unterschiedlicher Konzentration enthalten ist
  • Vollspektrum- CBD Öl: hierbei handelt es sich um das komplette Extrakt der Hanfpflanze, es sind neben dem Cannabidiol auch noch andere sekundäre Pflanzenstoffe und diverse andere Cannabinoide enthalten. Durch Zugabe eines Trägeröls wird die THC-Konzentration auf den gesetzlich zugelassenen Wertes reduziert
  • CBD Blüten: hierbei handelt es sich um die Knospen der weiblichen Nutzhanfplanze, CBD Blüten enthalten einen hohen Anteil an CBD und können sowohl für Tees, als auch als Hanfzigarette geraucht oder mithilfe eine Vaporizers verdampft und inhaliert werden.

Doch worauf sollte man nun achten, wenn man CBD Blüten kauft, oder ein CBD Öl für seinen Hund, seine Katze ausprobieren möchte?

  1. Seriöser Anbieter: hier kann man Auskunft über die Herkunft der Produkte erhalten und ggf. Zertifikate einsehen, auch wird hier meist Wert auf die Regionalität der Produkte gelegt, was wiederum die Rückverfolgung einfacher macht. Zusätzlich gewährt einem der seriöse Anbieter bei Erwerb eines Produktes Einsicht in das entsprechende Prüfzertifikat, welches Auskunft über die Inhaltsstoffe des Produktes und vor allem einen Nachweis über die enthaltene THC-Konzentration liefert. Ein positives Beispiel ist der Alpenkraut CBD Shop.
  2. Am besten bio: gilt auch für CBD Produkte. Das Warum liegt auf der Hand: in konventionellen Produkten finden sich häufig hohe Pestizidrückstände (sowohl in Vollspektrum-ölen als auch in reinen CBD-Ölen, sowie im konventionellen CBD Hasch), was wiederum unserer Gesundheit nicht zuträglich ist. Weiters entstammen die verwendeten Trägeröle hier ebenfalls dem biologischen Anbau.
  3. Für die Anwendung am Tier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der THC-Gehalt möglichst gegen 0 geht, da sowohl Hunde als auch Katzen THC nicht ohne problematische Auswirkungen auf die Gesundheit verstoffwechseln können.
 

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