Carin Filipčić

Ein Musical, drei Darsteller und eine bewegende Geschichte. typischich.at spricht mit Musicalstar Carin Filipčić über das Stück "Wenn Rosenblätter fallen", die Emotionen und den Zauber der Bühne.

Die Wiener Ausnahmedarstellerin, die in den letzten Jahren vor allem mit ihrer schrillen Darstellung der Mrs. van Hopper im Musical Rebecca, als Gräfin Larisch in Rudolf - Affaire Mayerling und als Georgie Bukatinsky in The Full Monty beim Musicalsommer in Amstetten aufzeigte, wagt sich nun in Wenn Rosenblätter fallen an die schwierigen Themen Krankheit und Tod.

Mit typischich.at spricht Carin Filipčić über das Stück, ihre Kollegen und ihren Beruf.

Der Reiz der Bühne ist für mich, dass Illusion allabendlich pure Wirklichkeit wird!
Carin Filipčić

Frau Filipčić, was hat Sie am Stück "Wenn Rosenblätter fallen" begeistert? Warum wollten Sie gerade dieses Stück spielen?

Weil es einmal was ganz Anderes ist! Rory Six komponierte wunderschöne Melodien, die einmal kraftvoll und einmal fast liedartig sind und die in ihrer Schlichtheit sehr ans Herz gehen. Kai Hüsgen hat eine kluge und tiefe Geschichte geschrieben.

Auch ist diese Rolle einer sterbenskranken Mutter, in ihrer ganzen Entwicklung im Musical-Theatre sehr selten zu finden und man hat sonst kaum die Möglichkeit, nur zu dritt auf der Bühne zu stehen.

Wie haben Sie die Rolle bekommen? Sie haben sich ja längst Ihren Namen in der Musicalwelt gemacht. Mussten Sie trotzdem vorsingen?

Ich wurde etwa vor zwei Jahren gefragt, ob ich die Rolle der Rose bei einem Workshop mitentwickeln möchte. Der Workshop wurde dann einem ausgewählten Publikum als Try-Out vorgestellt.

Nun hat mich das Kreativteam erneut angefragt, was mich sehr freut.


Im Stück spielen Sie eine krebskranke Mutter - wie sind Sie an diese schwierige Rolle herangegangen und wie schaffen Sie es, sich während der Vorstellung emotional abzugrenzen?

Es bedarf vor allem einer genauen Recherche über den möglichen Krankheitsverlauf und dann ist viel technisches Ausprobieren gefragt. Es ist eine extreme Herausforderung, das ständige Wechseln zwischen den geistigen Realitäten und die zunehmende Schwäche des Körpers glaubhaft darzustellen, noch dazu wenn die Rolle eine Kämpferin ist, eine, die sich nicht geschlagen geben will.

Wie klappt die Arbeit mit Ihren Kollegen? Mit Jana Stelley (spielt die Rolle der Iris, Anm. d. Red.) sind Sie bereits mehrmals auf der Bühne gestanden. Erleichtert das die Auseinandersetzung mit der bewegenden Handlung des Stückes?

Meinen Bühnensohn (Dirk Johnston, Anm. d. Red.) habe ich nicht gekannt, auf ihn war ich sehr gespannt. Dirk ist aber einer jener Darsteller der neuen Generation, der ganz ehrlich, offen und uneitel an dieses Stück herangegangen ist.

Jana war eine meiner Julias in Romeo und Julia und es ist wunderbar, wieder mit ihr auf der Bühne zu stehen, obwohl ich in diesem Stück leider kein einziges Mal direkt mit ihrer Figur spiele.


Sie sind eine der wenigen bekannten Musicaldarstellerinnen, die keine klassische Musicalausbildung genossen haben. Inwiefern hat das Ihre künstlerische Laufbahn beeinflusst?

Das ist eine schwierige Frage. Offenbar lag es in meinem Lebensplan, mir das alles selbst zu erarbeiten. Ich habe viel zugeschaut, viel beobachtet und viel gekämpft.

Haben Sie eine Lieblingsrolle?

Immer die, die ich grade spiele!

Details zum Stück finden Sie auf der nächsten Seite!

Termine:
Samstag, 29. Oktober 2011
19:30 Uhr
Sonntag, 30. Oktober 2011
15:00 Uhr
19:30 Uhr
Montag, 31. Oktober 2011
19:30 Uhr
Dienstag, 1. November 2011
19:30 Uhr
Mittwoch, 2. November 2011
19:30 Uhr
Donnerstag, 3. November 2011
19:30 Uhr

Ort:
Theater Akzent
Theresianumgasse 18
1040 Wien

Mit dem Titel Wenn Rosenblätter fallen, haben die beiden Musicaldarsteller Rory Six und Kai Hülsgen ein neues Musical geschaffen, bei dem garantiert kein Auge trocken bleibt.

Basierend auf dem preisgekrönten Jugendbuch der belgischen Schriftstellerin Brigitte Minne, wirkt das Stück durch seine berührende Handlung.


Nachdem seine Mutter Rose an Krebs verstorben ist, bleiben dem 19-jährigen Till einzig die Erinnerungen und die Briefe, die ihm Rose vor ihrem Tod geschrieben hat und die den Jungen fortan durch das Leben begleiten sollen.

Als er im Studium das bezaubernde Mädchen Iris kennen lernt, die ihn durch ihre lebensfrohe und quirlige Art mehr und mehr an Rose erinnert, überrollt ihn der Schmerz über den Verlust seiner Mutter. Verzweifelt sucht Till Halt in den Briefen und durchlebt so noch einmal die letzten Monate mit Rose, die ihn erkennen lässt, dass er sich seinen Gefühlen stellen muss, um die Vergangenheit zu bewältigen.


Zu sehen ist Wenn Rosenblätter fallen im Oktober und November 2011 im Theater Akzent in Wien.

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