Burnout-Umfrage

Burnout Betroffene sind keine Tachinierer, so lautet die Meinung der Österreicher und Österreicherinnen. Das ergab die vierte Jobwechsler-Studie von Monster.at, die den Krankenstands-Grund Nummer eins unter die Lupe nahm. Insgesamt ist die Belastung am Arbeitsplatz gestiegen, meinen vor allem Frauen.

Ist Burnout eine ernstzunehmende Krankheit oder bloß eingebildetes Leiden? Geht es nach den Österreicherinnen und Österreichern ist die Antwort eindeutig: 48 % der unselbstständigen Erwerbstätigen werten "Burnout als eine ernst zu nehmende Krankheit durch Überlastung im Beruf, für die auch private Ursachen verantwortlich sind", so eine Kernaussage der vierten repräsentativen „Monster Jobwechsler Studie".

Nur 12% hingegen finden, dass "Burnout eine Modeerscheinung ist und von den betroffenen Arbeitnehmern oft vorgeschoben wird". Vor allem für ältere Menschen mit höherer Bildung und insgesamt 33% der Befragten ist Burnout "eine schwerwiegende Krankheit, die sich durch steigenden Druck und Geschwindigkeit am Arbeitsplatz in Zukunft häufen wird".

Dass Letztere zugenommen haben, darüber sind sich Herr und Frau Österreicher einig: 41% der unselbstständig Erwerbstätigen vertreten "voll und ganz" die Ansicht, "dass die Belastungen am Arbeitsplatz in den letzten Jahren stark zugenommen haben, 46% stimmen dieser Aussage einigermaßen zu. Besonders Frauen sind der Meinung, dass die Belastung am Arbeitsplatz stark gestiegen sind. So lauten die Ergebnisse der Studie, die im Oktober 2013 vom IMAS Institut im Auftrag von Monster.at durchgeführt wurde. Um die 1.000 Landsleute wurden in einem persönlichen Interview befragt - das Thema Burnout stand dabei im Vordergrund.

Tipps gegen Burnout

Was man gegen das "Ausbrennen" tun kann? Auch dazu haben die Österreicherinnen und Österreicher ihre Meinung: Wenig Stress im Büro, also ein gut zu bewältigendes Arbeitspensum" wird an vorderer Stelle als "besonders wichtige" Präventivmaßnahme zur Vermeidung gesehen, ebenso die persönliche "Fähigkeit sich selbst gut entspannen zu können" (je 55%). 53% verweisen auf die hohe Bedeutung des "geringen Termindrucks" und auf die Wichtigkeit der "Anerkennung der Arbeitsleistung" (51%). 49% setzen auf "viel Bewegung und Sport" und 48% auf eine "sinnvolle Freizeitgestaltung mit genügend Erholungsphasen" zur Burnout-Prävention. Dass auch das Privatleben Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden hat und somit zur Vermeidung von Burnout eingesetzt werden kann, messen Frauen deutlich mehr Bedeutung bei als Männer.


Die Jobvermittlungsplattform Monster.at führt die Jobwechsler-Studie halbjährlich durch. Ziel der Studien ist es, die Trends bei den unselbstständigen Erwerbstätigen in Sachen Wechselbereitschaft festzustellen sowie mit einem Schwerpunkt ein brandaktuelles Thema aus der Arbeitswelt aufzugreifen.

Bei der vierten Monster Jobwechsler Studie (Durchführungs-Zeitraum Oktober 2013) stand das Thema Burnout im Mittelpunkt.
Befragt werden 1.010 Österreicher in einem Face-to-Face-Design; 451 davon waren unselbstständig erwerbstätig.
Begleitet wird die Studie von IMAS International.

Aktuell