Burnout-Mythen

Ausgebrannt - so fühlen sich Burnout-Betroffene. Wer aber kann überhaupt ein Burnout bekommen und wie wird ein solches behandelt? Wir decken Ammenmärchen auf und legen die Fakten auf den Tisch.

Ein Burnout entsteht durch großen Stress über einen längeren Zeitraum

Richtig. Ebenfalls relevant sind Faktoren wie ein hoher Leistungsdruck, viel Verantwortung, die Angst vor Arbeitslosigkeit, Mobbing, schlechte Bezahlung sowie wenig oder kein Feedback.

Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen

Falsch. Mit einer gesunden Lebensweise mit viel Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und genügend Schlaf ist schon viel getan.

Hauptsächlich Manager sind gefährdet

Falsch. Nicht nur Manager und Personen in Führungspositionen sind überproportional betroffen, sondern auch Menschen mit sozialen und pflegenden Berufen wie Kindergärtner, Ärzte oder Lehrer.

Ein Burnout kann auch Mütter treffen, die nicht Vollzeit arbeiten

Richtig. Die Doppelbelastung mit Job, Haushalt und Kindern kann ebenfalls zu einem Burnout führen. Auch pflegende Angehörige sind gefährdet.

Weitere Mythen gibt es auf Seite 2...

Nur wenige haben ein Burnout

Falsch. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu zehn Prozent aller arbeitenden Personen betroffen sind.

Burnout wird immer mit Antidepressiva behandelt

Falsch. Grundsätzlich gilt: Je früher Burnout erkannt wird, desto einfacher kann die Therapie sein. Bewegung hilft etwa den Stress abzubauen, aber auch pflanzliche Mittel wie z.B. Johanniskraut können die schlechte Stimmung heben. In schlimmen Fällen kann es sein, dass tatsächlich eine Zeit lang Antidepressiva oder Beruhigungsmittel geschluckt werden müssen. Aber auch Psychotherapien sind sehr wirkungsvoll. Wichtig ist vor allem, dass der Auslöser im Job beseitigt wird!


Übermäßiges Engagement im Job kann zum Burnout führen

Richtig. Kann sein, muss aber nicht. Manchen Menschen schaffen über Jahre hinweg ein Arbeitspensum von 70 Stunden oder mehr, ohne je ein Burnout zu erleiden. Bei einem Burnout wollen die Betroffenen sich häufig beweisen und lasten sich zu viel auf. Sie vernachlässigen soziale Kontakte und schaffen es nicht die Arbeit zu delegieren. Mit der Zeit findet ein Wertewandel statt, die Arbeit ist alles für die Betroffenen. Sie merken zwar, dass etwas nicht mehr passt, verdrängen Konflikte aber völlig und schieben jegliche Schuld von sich. Sie ziehen sich immer mehr zurück und verlieren die Freude an allem. Irgendwann folgt der völlige Zusammenbruch.

Schlafstörungen können ein physisches Symptom für Burnout sein

Richtig. Ebenso Schwindel, Verdauungsprobleme, Herzrasen, ein Geräusch im Ohr, Bluthochdruck oder mangelnde Lust am Sex.

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