Buchtipps

Ein unheimlich spannender Thriller, ein berührender Debütroman, John Irvings neuester Streich und Jane Austens legendäres Werk Stolz und Vorurteil aufgepeppt mit einer gehörigen Portion Zombie. Viel Spaß mit den miss-Buchtipps des Monats!

Der Mann im Schatten

Anwalt Jason Kolarich wird von einem mysteriösen Unbekannten mit einem Fall beauftragt, der ihn zurück in seine eigene Vergangenheit katapultiert: Sammy Cutler, ausgerechnet Jasons bester Freund aus Kindertagen, soll jenen Pädophilen umgebracht haben, der vor über 25 Jahren wegen der Entführung von Sammys kleiner Schwester Audrey verurteilt wurde. Von Audrey fehlt seither jede Spur, ihrem vermeintlichen Entführer konnte die Tat nie nachgewiesen werden. Ehe er sich versieht, wird Jason zum Mittelpunkt eines tödlichen Katz-und-Maus-Spiels.

Für sein Debüt "Line of Vision" wurde David Ellis 2002 mit dem begehrten Edgar-Allan-Poe-Award ausgezeichnet. Wenn er nicht gerade Bücher schreibt, ist der Amerikaner
als Anwalt tätig. Heyne, € 10,30.

Schwimmen

Der Titel dieses Romans ist Programm: Beim "Schwimmen" kann Ich-Erzählerin Philomena all ihre Probleme vergessen - den Tod von Schwester und Vater, die psychisch kranke Mutter, die eigene Orientierungslosigkeit. Sie schwimmt vor sich selbst davon, erschwimmt sich gar olympisches Gold, bis ein Unfall ihre Karriere abrupt beendet und sie dazu zwingt, sich mit den Schatten der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Berührender Debütroman von Nicola Keegan. Rowohlt, € 19,95.

Wer John Irvings Bücher lesen will, braucht Kondition – selten ist der US-Schriftsteller („Gottes Werk und Teufels Beitrag“) unter 700 Seiten fertig. Sein neuer Roman bringt es auf stolze 832 Blatt, durchhalten lohnt sich allerdings: Mal humorvoll, mal makaber überspitzt erzählt Irving die Geschichte von Dominic und seinem 12-jährigen Sohn Danny, die nach einer tragischen Verwechslung mit tödlichem Ausgang durch die USA und Kanada fliehen müssen. Sprachlich brillant.
Diogenes, € 27,70.
Als wäre die legendäre Liebesgeschichte zwischen Elizabeth Bennet und ihrem Mr. Darcy nicht schon kompliziert genug, muss „Lizzie“ sich in dieser Version von Jane Austens Welterfolg auch noch mit einer Horde blutdurstiger Untoter herumschlagen. Fast 200 Jahre lang war der Zombie-Roman, den die britische Autorin basierend auf „Stolz und Vorurteil“ schrieb, verschollen. Gefunden und aufgearbeitet wurde das Manuskript vom amerikanischen Literaturwissenschaftler Seth Grahame-Smith. Gänsehaut garantiert!
Heyne, € 9,20.

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