Buchtipp: Max Scharnigg

Autor Max Scharnigg hat eine ausgesprochene Schwäche für lange Titel. Nach seinem mehrfach ausgezeichneten Debütroman "Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe" hat er sich bei seinem zweiten Werk "Vorläufige Chronik des Himmels über Pildau" nur unwesentlich kürzer gefasst. Das war es dann aber auch schon mit den Schwächen.

Max Scharnigg begleitet in seinem Roman Jasper Honigbrod, der mit seinem Vater Max und Großvater Ludwig im abgeschiedenen Pildau aufwächst. Der Alltag ist geprägt von Ritualen: der Guten-Morgen-Geschichte des Vaters, der Gartenpflege mit dem Großvater, dem alljährlichen Längen der Dorfstange ...

Der was? Na, der Dorfstange! Sagen Sie bloß, Sie wissen nicht, was eine Dorfstange ist. Dann gibt es an diesem Buch aber kein Vorbeikommen. Neben den Honigbrods schließt man auch die Lene-Mama und Lada schnell ins Herz, wobei mit Lada nur indirekt das Auto gemeint ist.

Mit welcher Zärtlichkeit und Sympathie Scharnigg seine Protagonisten beschreibt, fasziniert und beglückt. Seite für Seite ist man verblüfft über die Wortwahl und -findungen, die schöner nicht sein könnten.

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