Buchtipp: Lichtschacht

Der neue Krimi von Anne Goldmann gehört zu den Büchern des Sommers, die Sie lesen sollten! Wir haben bei der Wiener Autorin nachgefragt, warum sie sich aufs Krimischreiben verlegt hat.

Begegnen Ihnen mitunter Menschen, die sich abfällig über diese literarische Form geäußert haben: etwa, dass Krimis leichte Kost oder vorhersehbar sind?
Anne Goldmann: Nein, das ist noch nicht vorgekommen. Aber ich schreibe auch „anders", spiele mit dem Genre, probiere Neues aus und halte wenig von Schablonen.

Was reizt Sie am Genre?
Menschen, die Krimis lesen, sind aufmerksam. Neugierig. Das bin ich auch. Ich schaue gerne hinter die glatten Fassaden und finde es reizvoll, Geschichten zu erzählen, in denen Menschen wie Sie und ich unvermutet in Ausnahmesituationen geraten, an ihre Grenzen knallen - und drübergehen. Man kann in einen Krimi mit Leichtigkeit spannende Themen verpacken, Fragen aufwerfen, Menschen anregen.


Sie haben als Sozialarbeiterin u. a. im Gefängnis gearbeitet. Was fließt davon in Ihre Bücher ein, die immer auch Milieustudien sind?
Natürlich schöpfe ich aus beruflichen wie privaten Erfahrungen. Ich habe ein Thema im Kopf und überlege, was sich daraus machen lässt. Das Nacherzählen finde ich aber nicht sonderlich spannend. Handlung und Charaktere sind also durchwegs frei erfunden.

Aktuell