Bücherliste

Matthew Johnstone: Mit dem schwarzen Hund leben: Wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren.
Antje Kunstmann-Verlag. € 15,40.
Autor und Grafiker Matthew Johnstone war selbst depressiv. Seine Frau Ashley war in dieser Zeit eine große Stütze. Ihre Erfahrungen geben sie nun im toll gezeichneten Ratgeber weiter. Ersetzt keine Therapie, bietet aber viele praxisnahe Tipps.

Depressionen. Die Krankheit erkennen. Medikamente und andere Therapien. Hilfe für betroffene Angehörige. Herausgeber: Wenzel Müller. Erschienen im Verein für Konsumenteninformation, € 14,90. Bestellung unter Tel.: 01/58 87 44 oder unter www.konsument.at.
Ein guter und leicht lesbarer Einstieg, um aktuelle Infos über Krankheit und Therapien zu erhalten, inklusive Adressen.

Jeanette Bischkopf: So nah und doch so fern. Mit depressiv erkrankten Menschen leben. Verlag: Balance,
€ 15,40.
Die Autorin war jahrelang in der Angehörigenberatung tätig und verrät, wie das Umfeld die eigene Rolle und Verantwortung als Partner, Kind oder Freund finden kann. Denn nur wer für sich selbst gut sorgt, kann dem Erkrankten eine Stütze sein.

Borwand Bandelow: Wenn die Seele leidet. Rowohlt 2010, € 20,60.
Ein gut geschriebenes, soeben erschienenes Grundlagenwerk über die häufigsten psychischen Erkrankungen inklusive Diskussion über Therapien und ihre Erfolgsaussichten. Absolut geeignet für Laien.

Florian Holsboer, Deutschlands führender Depressionsforscher, beantwortet hier 22 wichtige Fragen zur Krankheit

David Servan-Schreiber: Die Neue Medizin der Emotionen. Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente. Goldmann Taschenbuch, € 10,30.
Der Neurologe und Psychiater David Servan-Schreiber stellt Behandlungsmethoden vor, die die das „emotionale Gehirn“ und seine Selbstheilungskräfte mobilisieren sollen – ein durchaus umstrittener Ansatz, eher für Menschen mit leichteren Depressionen geeignet.

Erdmute von Mosch: Mamas Monster: Was ist nur mit Mama los? Balance Buch + Medien, € 13,40.
Das Bilderbuch klärt anhand des „Depressionsmonsters“ mit zauberhaften Bildern kleine Kinder über Depressionen auf. Absolut empfehlenswert für Drei- bis Sechsjährige.

Fritz Mattejat, Beate Lisofsky: Nicht von schlechten Eltern. Kinder psychisch Kranker. Balance Buch + Medien,
€ 15,40.
Kinder von psychisch Kranken werden im Heilungsprozess oft übersehen, aber auch sie leiden sehr unter der Krankheit ihrer Eltern, die sie nicht nachvollziehen können. Der Ratgeber rückt mit Erfahrungsberichten - von unter anderem heute erwachsenen Kindern - ihre Situation in den Mittelpunkt.

Susanne Hühn: Ich lasse DEINES bei Dir: Co-Abhängigkeit erkennen und lösen. Schirner-Verlag, € 13,40.
Ein Ratgeber für Menschen, die sich der Begleitung von erkrankten Angehörigen auf spirituellem Wege nähern. Die Autorin erläutert, was der Unterschied zwischen echter Hilfe und Co-Abhängigkeit ist und wie man reagiert, wenn man seine eigenen Grenzen spürt.

Dorothea Blum, Matthias Dauenhauer: Und wo bleibe ich? Leben mit depressiven Menschen. Ein Leitfaden für Angehörige. Dvg-Verlag, € 12,80.
Die Autoren kommen aus der Erwachsenbildung, arbeiten als Diplompsychologen und leiten Seminare für Angehörige von depressiv erkrankten Menschen. Ihr Buch gibt Informationen, Hilfestellung und Gedankenanstöße und zeigt, wie man seinen persönlichen Weg findet, mit einem depressiven Menschen zu leben.

Guy Bodenmann: Depression und Partnerschaft. Hintergründe und Hilfen, Huber Hans-Verlag, € 15,40.
Kann es dem Depressiven schaden, wenn sein Partner ihn wohlmeinend unterstützt? Eventuell, behauptet der Autor: Denn der Partner kann durch Schonung, Entlastung und Rückzug die depressive Symptomatik verstärken und längerfristig aufrechterhalten. Doch wie den Depressiven angemessen unterstützen? Auf solche Fragen versucht das Buch eine Antwort zu geben.

Josef Giger-Bütler: Sie haben es doch gut gemeint: Depression und Familie. Beltz-Verlag, € 18,40.
Die Wurzeln von Depressionen liegen – auch – in der Kindheit. Autor Josef Giger-Bütler erklärt, was es damit auf sich hat. Das Buch lässt Leser daran teilhaben, wie es ist, eine Depression zu haben, beschreibt eindringlich die Gemütszustände von Depressiven, allerdings ohne Strategien zur Überwindung der Krankheit zu liefern.


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