Buch des Monats: Zero

Mit seinem Thriller Blackout landete der Wiener Autor Marc Elsberg vor zwei Jahren einen Riesenerfolg. Jetzt erscheint sein nächster Roman. Zero erzählt eine Geschichte, die nach Science-Fiction klingt, aber längst Gegenwart ist: Es geht um Technologien, die Vorhersagbarkeit unseres Verhaltens und die Frage, wer die Macht über unsere Daten hat.

Herr Elsberg, wenn unser Heim bedroht ist oder unser Leben, wehren wir uns. Jedoch nicht, wenn wir zum gläsernen Menschen werden ...
Dabei können Leib und Haus durch Datenmissbrauch sehr wohl bedroht werden, das versuche ich ja in Zero zu erzählen. Die neuen Technologien bedrohen unsere offene, freie Gesellschaft: Errungenschaften, wie die Mitbestimmung Einzelner, gehen verloren - wir sind auf dem Weg zu Diktaturen oder Oligarchien, ohne es zu merken.

Was also tun?
Wir sind alle komplett gläsern, da brauchen wir uns nichts vormachen. Derzeit kann man sich dem nur mit allerhöchstem Aufwand entziehen. Die Folge ist, nicht mehr an der Gesellschaft teilzuhaben, siehe Edward Snowden.

Marc Elsberg über sein neues Buch:

In Zero geht es aber nicht nur um die Technik ...
Nein, sondern darum, wie sie auf unser Verhalten und unsere Gefühle einwirkt. Die Romanprotagonistin Cynthia hat das Thema Datenmissbrauch lange ausgeblendet - wie viele von uns. Dann diskutiert sie heftig mit ihrer Tochter, die ganz anders mit den neuen Medien umgeht. Erst da kapiert Cynthia, wie sehr all die Technologien uns alle betreffen und nicht nur Nerds.

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